Mit Freigetränken und grillendem Landrat: Impfnacht im Landkreis

Am Samstag, den 24. Juli, organisiert das Landratsamt Kelheim zusammen mit der IZ-Bayern GmbH eine Impfnacht. Die Aktion findet im Impfzentrum des Landkreises (Schloßweg 3, 93309 Kelheim) statt. Dafür erweitern die Verantwortlichen die Öffnungszeiten: Von 15-0 Uhr können sich impfwillige Personen impfen lassen. Es stehen die Vakzine der Hersteller Astra Zeneca, Biontech, Johnson und Johnson sowie Moderna bereit.

Die Impfnacht wurde aufgrund der mäßigen Impfbereitschaft vor Ort ins Leben gerufen. Das Drängen auf eine Impfung – so wie es am Anfang war – ist derzeit nicht vorhanden.

„Seitdem die 7-Tage-Inzidenzen stark abgesunken sind und in Verbindung mit den weitreichenden Erleichterungen für die Bevölkerung liegt diese Situation vor. Trotz der mäßigen Impfbereitschaft möchte ich betonen, dass kein Impfstoff verworfen werden musste.“
Tim Christen, IZ-Bayern GmbH

Ablauf der Impfnacht

Vorab können sich Interessierte unter www.impfzentren.bayern.de oder telefonisch im Impfzentrum unter 09441 207-6940 anmelden. Während der Registrierung können die Impfwilligen angeben, im Rahmen der Impfnacht geimpft werden zu wollen. Aber auch Kurzentschlossene können sich ohne vorherige Terminvereinbarung impfen lassen. Das Angebot gilt für alle Menschen, die im Landkreis Kelheim wohnhaft oder arbeitstätig sind.

Nach ihrer Impfung bekommen die Frauen und Männer einen „Wir sind Landkreis Kelheim“-Getränkeuntersetzer, ein Erfrischungsgetränk sowie eine Bratwurstsemmel geschenkt. Am Grill wird Landrat Martin Neumeyer stehen.

„Wir haben den 24. Juli bewusst als Termin für die Impfnacht ausgewählt: Das Datum steht für den Begriff ‚24/7‘ – also 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Das Impfzentrum ist zwar nicht rund um die Uhr geöffnet, dafür aber seit Ende Dezember jeden einzelnen Tag.“
Landrat Martin Neumeyer

Die Impfnacht wird unter Einhaltung aller bestehenden Corona-Regelungen abgehalten. Zutritt zum Impfzentrum erhalten nur Personen, die sich im Rahmen der Impfnacht impfen lassen möchten.

Fast 300 Zuschauer sahen Bürgerversammlung Themen waren unter anderen Innerort, ÖPNV und Bauprojekte

Bürgerversammlung Klassenzimmer Schulneubau
Die erste digitale Bürgerversammlung war ein großer Erfolg. Coronabedingt konnten die alljährlichen Veranstaltungen nicht in den Ortsteilen stattfinden – statt dessen sahen fast 300 Abbacher die Übertragung aus der Baustelle des Schulerweiterungsbaus online. „Mehr als bei jeder Präsenzveranstaltung“, freute sich Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald. „Wir haben im Nachgang nur positive Rückmeldungen zu diesem Format erhalten. Gerade Familien konnten erstmalig an einer Bürgerversammlung teilnehmen.“
Dr. Grünewald fasste in seinem Vortrag zusammen, was während seiner gut einjährigen Amtszeit in Angriff genommen wurde und was alles geplant ist. So ging es auch um einen zentralen Punkt seiner Wahlversprechen: die Wiederbelebung des Innerorts. Das Haus Am Markt 20 konnte für ein Familienzentrum erworben werden (Seite 1). Grünewald erhofft sich hier eine Signalwirkung. Ein umfassender Plan ist in Arbeit, dazu gehört die geplante Verlegung des Rathauses ins Gebäude der Zirngibl-Brauerei. Eine neue Lösung sei auch nötig, weil das Rathaus an der Raiffeisenstraße aus allen Nähten platzt. „Auf ein finanzielles Abenteuer werden wir uns aber nicht einlassen.“ Kein anderes Projekt werde leiden, versprach der Bürgermeister.
Um Zentren geht es auch in Dünzling und Saalhaupt. Das alte Dünzlinger Schulhaus wird zur Zeit saniert und ist bald Heimstatt mehrerer Vereine. In Saalhaupt arbeitet die Dorfgemeinschaft selbst aktiv an einem Konzept für ein Gemeinschaftshaus.
Ein Thema, zu dem es viele Fragen gab, ist der ÖPNV. Wie es mit der Anbindung des Bahnhofs Alkofen an Bad Abbach aussehe, wollte ein Bürger wissen. Grünewald hatte gute Nachrichten: Hier ist ab Ende nächsten Jahres eine Lösung mit kleinen Bussen in Sicht. Sie würden auch das Problem der fehlenden Verbindung des Bahnhofs Bad Abbach mit dem Innerort beenden. Geplant ist hier mindestens ein Zwei-Stunden-Takt. Auch Kelheim und die Ortsteile sollen dann mit den Kleinbussen besser erreichbar sein. „Ich setze auf ein System, das zur Zeit im Landratsamt entwickelt wird. Man will weg von den großen Bussen, die meist leer herumfahren.“
Der finanziell größte Brocken, den die Gemeinde zu schultern hat, ist die Realisierung des Schulerweiterungsbaus und die Sanierung der Angrüner Schule. 25 Millionen Euro sind angesetzt, gebaut wird seit zwei Jahren. „Sie werden in der ganzen Umgebung kein Schulzentrum finden, das derart toll und modern ist.“
Beim Schwerpunkt Bauland und Bauprojekte sagte Grünewald kurzfristigem Spekulantentum den Kampf an. „Viele Familien suchen Bauland oder Wohnungen. Wir schaffen Bauland nur auf Flächen, die uns gehören.“ Die Gemeinde wolle künftig wieder selbst bestimmen, wie und wo gebaut werde, „um mehr Qualität zu schaffen“. Wer Grund an Bauträger verkaufe, könne nicht damit rechnen, von der Gemeinde den dazu passenden Bebauungsplan zu bekommen. Bauland erhalte man aber nicht auf die Schnelle, zwei Jahre werde es mindestens dauern. Solange wird sich auch die Realisierung des Baugebiets gegenüber der Kaiser-Therme hinziehen.
Auf dem Areal des Watzinger-Geländes geht es dagegen schon zur Sache. Hier beginnt jetzt der Bau von 45 Sozialwohnungen, und im nächsten Jahr entsteht am Gutenbergring/Ecke Staatsstraße ein Gesundheitszentrum unter anderem mit verschiedenen Arztpraxen und einem Bio-Markt.
Wer die Übertragung des Vortrags von Dr. Grünewald im Mai verpasst hat, kann die Aufzeichnung der digitalen Bürgerversammlung mit folgendem Link sehen: https://youtu.be/T9NoMHiLk7s

Von der Couch direkt ins Rathaus Der Markt Bad Abbach wird digital – Förderbescheid für Online-Service

Der Markt Bad Abbach wird digital! Bayerns Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, hat im Rahmen des Programms „Digitales Rathaus“ einen Förderbescheid vergeben, mit dessen Hilfen Online-Dienstleistungen in der kommunalen Verwaltung ausgebaut werden können.
Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald sagte: „Mit dem weiteren Ausbau der Digitalisierung unseres Rathauses sparen wir uns als Markt Bad Abbach Zeit und Geld und bieten den Bürgerinnen und Bürgern mehr Service. Vieles, wofür man sonst ins Rathaus gehen musste, wird auch künftig von zu Hause funktionieren – über diesen Fortschritt freue ich mich.“
Mit dem Programm „Digitales Rathaus“ unterstützt der Freistaat die bayerischen Gemeinden, Landkreise und Bezirke bei der Bereitstellung von neuen Online-Diensten. Für das seit Oktober 2019 laufende Förderprogramm stehen insgesamt 42,68 Millionen Euro bereit. Mit dem „Digitalen Rathaus“ leistet der Freistaat Bayern einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes im kommunalen Bereich.
Ministerin Judith Gerlach erklärte: „Unsere bayerischen Kommunen sind hochmoderne Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger. Und genauso selbstverständlich, wie man heute schon per Mausklick im Internet einkaufen oder eine Reise buchen kann, wird man künftig auch seine Behördengänge online erledigen können. Es freut mich deshalb sehr, dass die bayerischen Kommunen ihre Serviceangebote zunehmend digitalisieren. Von der Anmeldung bei der Kita bis zum Antrag auf Pflegegeld – solche Services werden künftig bequem online erledigt werden können.“
Weiterführende Informationen zum Förderprogramm im Internet: www.digitales-rathaus.bayern

Bürgermeister Dr. Grünewald freut sich: Sein Rathaus wird immer „digitaler“

Foto: BvS

Archäologisches Museum ``Schwammabrey, Beamtenkotelett und Trüffelsalami“ Vortrag zur kulinarischen Verwertung von Pilzen

Kelheim
Pilze essen ist weit verbreitet. Nicht nur im Herbst schwärmen die Schwammerlsucher aus, um Steinpilze, Pfifferlinge oder Rotkappen einzusammeln und dem Kochtopf oder der Pfanne zuzuführen. Doch nicht jede Pilzart ist für alle Zubereitungsformen geeignet. Helmut Zitzmann, Pilzsachverständige DGfM erläutert, was man beispielsweise roh essen darf und was nicht? Welche sollten besser gebraten werden und nicht gekocht? Durchgaren oder scharf anbraten? Damit die Mühe vom Sammeln und Putzen bis zum Kochen nicht umsonst ist, gilt es, einige Regeln zu beachten. Zusätzlich gibt es noch Tipps zu Pilzen in gekauften Lebensmitteln wie Trüffelsalami. Am Dienstag, den 29.06.2021 um 19 Uhr lädt der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim, Lederergasse 11, zu einem ca. 1,5-stündigen Pilzvortrag zur kulinarischen Verwertung von Pilzen an. Anmeldungen erforderlich bis 28.06. unter 09441/2077324, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Spenden erbeten. Eigene Funde zum Bestimmen dürfen mitgebracht werden! Bitte Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen!

Termin: Dienstag, 29.06.2021
Uhrzeit: 19.00 – ca. 20.30 Uhr
Treffpunkt: Kelheim, Archäologisches Museum der Stadt Kelheim, Lederergasse 11
Veranstalter: Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.
Leitung: Helmut Zitzmann, Pilzsachverständiger DGfM
Anmeldung: bis 28.06. unter 09441/2077324
Hinweis: Eigene Funde zum Bestimmen dürfen mitgebracht werden! Bitte Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen!

Gemälde und Collagen in der Lukas-Kirche

Kelheim. Die sinkenden Inzidenzzahlen machten es zum Glück möglich: Die Ausstellung „Transformation“ konnte wie geplant am 29. Mai in der Lukas-Kirche eröffnet werden.
Jakob Eicher und Ludwig Steiger, beide gebürtige Kelheimer, stellen gemeinsam mit der Westfälin Brigitte Bailer ihre Werke im ehemaligen Kirchenraum, dem Gemeindesaal und der dazugehörigen Pfarrerswohnung aus. Zu sehen sind über 70 Gemälde, Collagen und (Halb-) Reliefs dieser drei Künstler, alle Exponate stehen auch zum Verkauf.
Initiiert hat die Ausstellung Dr. Engelbert Altenburger. Gemeinsam mit dem Käufer der Lukaskirche, Architekt Rainer Wilhelm, Dr. Gudrun Weida von der DOLINA Gesellschaft für Landeskunde e.V., dem Freundeskreis der St.-Lukaskirche und der Stadtverwaltung Kelheim konnte die erste gemeinsame Ausstellung dieser drei Künstler realisiert werden.
Bis 4. Juli, Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Feiertag von 15 bis 17.30 Uhr, zusätzliche Öffnungszeiten – auch für Gruppen – sind nach Vereinbarung telefonisch unter 09441-2531 und per Mail info@dolina.de möglich. Für Rückfragen steht auch das Team der Tourist-Info zur Verfügung unter (09441) 701-234. Veranstaltungsort: St.-Lukas-Kirche, Kleiberstr. 14, 93309 Kelheim

Inklusionspreis: Bewerbungsfrist endet am 4. Juni

Wir möchten Sie heute nochmals darauf hinweisen, dass der Landkreis Kelheim gemeinsam mit den Raiffeisenbanken im Landkreis Kelheim als Sponsor 2021 zum dritten Mal einen Inklusionspreis verleiht. Das Preisgeld beläuft sich auf 2.000 Euro.

Bewerben können sich Privatpersonen, Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen und juristische Personen, die im Bereich der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung im Landkreis Kelheim herausragendes Engagement bewiesen haben.

Nun sind Sie gefragt:
– Welche Person hat sich durch sein/ihr Engagement im Bereich Inklusion besonders verdient gemacht?
– Welches Projekt oder Initiative hat in den letzten Jahren die Teilhabe von Menschen mit Behinderung herausragend vorangetrieben?
– Gibt es Vereine oder Organisationen, die Menschen mit Beeinträchtigungen besonders unterstützen?

Vorschläge können bis 04.06.2021 ausschließlich schriftlich mit Bewerbungsformular (www.landkreis-kelheim.de/leben-arbeiten/inklusion/) beim Landratsamt Kelheim, Zentrum für Chancengleichheit, Donaupark 12, 93309 Kelheim oder per Email: behindertenbeauftragter@landkreis-kelheim.de eingereicht werden. Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinationsstelle Inklusion, Frau Heike Huber, unter der Tel. Nr. 09441/207-1042 zur Verfügung.

Nehmen Sie sich die Zeit und bewerben Sie sich oder andere für den Inklusionspreis. Oft ist es eine alltägliche Situation, hinter der ein herausragendes Engagement im Bereich der Inklusion steckt. Um die Teilhabeschwierigkeiten von Menschen mit Behinderung deutlich zu machen und abzubauen, bedarf es manches Mal praktischen Beispielen, wie dies gelingen kann.

Wir stellen Ihnen mit nachfolgendem Link zusätzlich einen Antexter, sowie einen O-Ton von Prof. Dr. Joachim Hammer, Behindertenbeauftragter des Landkreises Kelheim zur Verfügung: https://we.tl/t-j8Fnw7u6W4

Stadthaushalt: Rekordverschuldung bis 2024

Kelheim. Die im Haushalt 2021 geplante Kreditaufnahme für den Vermögenshaushalt kostet den Steuerzahler 4,13 Millionen Euro – im Gegensatz zu 2020, in dem keine Neuverschuldung aufgenommen wurde. Der diesjährige Planbetrag würde die Stadtschulden nun auf knapp 10 Millionen Euro erhöhen. Grundlos geschieht dies aber nicht, denn es gilt nach Bürgermeister Christian Schweiger die „Pflichtaufgaben“ zu erfüllen, mit den Investitionen voranzukommen. Die Kalkulation sei „realistisch, vielleicht auch pessimistisch“ betrachtet worden. Ein persönlicher Wunsch Schweigers bei der Erstellung des heurigen Haushalts war, die Straßensanierungen im Wert von 1,95 Millionen Euro nicht zu bremsen. Aufgrund des Wegfalls der Straßenausbaubeiträge (Strabs), getragen von den Bürgern, liegt die Kostenübernahme nun bei der Kommune – lediglich ein geringer Ausgleichsbeitrag ist vom Bayerischen Staat zu erwarten. Um die klaffende Wunde für die Sanierung der Straßen zu versorgen, legte die Stadtverwaltung in der Sitzung des Stadtrates im Februar eine Beschlussvorlage aus, die eine unbeträchtliche Erhöhung der Grundsteuerhebesätze zum Ziel gehabt hätte. Der Vorschlag wurde mehrheitlich abgelehnt und somit 500.000 Euro für die Straßenerneuerungen (der KELHEIMER berichtete).

Doch der Ausfall der Strabs sind nur ein Grund für den zusätzlich notwendigen Kredit für den Vermögenshaushalt. Die größte Herausforderung der kommenden Jahre, so Josef Weinzierl von der SPD-Fraktion, wird die Sanierung der Dreifachsporthalle am Rennweg sein. 1,2 Millionen Euro wird sie allein 2021 schlucken. Für Kinder und Jugendliche greift die Stadtverwaltung auch sonst tief in die Kasse: der Neubau einer Turnhalle an der Grundschule Hohenpfahl bemisst sich auf etwa 1,4 Millionen Euro, der Fortschritt in Digitalisierung an den Schulen kommt auf circa 300.000 Euro, die aufwendige Sanierung der Wittelsbacher Mittelschule kostet der Stadt 360.000 Euro und für den Spielplatz am Kindergarten Kelheimwinzer fließen 70.000 Euro.

Positiv nennt Christiane Lettow-Berger, Fraktionssprecherin vom Bündnis 90/Die Grünen, die Investition in den sozialen Wohnungsbau an der Starenstraße: „Wir brauchen weiter dringend mehr bezahlbaren Wohnraum.“ Insgesamt wurden 8,9 Millionen Euro für Baumaßnahmen in 2021 angesetzt. Die Ausgaben im Vermögenshaushalt sind somit ausgereizt und nur möglich, weil neben neuen Schulden die städtischen Rücklagen in Höhe von 3,25 Millionen Euro geplündert wurden. Diese seien nach Ludwig Birkl, Freie Wähler, nun an ihrem Minimum angelangt. Rieu ne va plus, nichts geht mehr – zumindest für die nächsten Jahre.

Keine rosige Zukunft für die Stadtkasse prognostiziert die Finanzplanung für das Jahr 2024: Zu Buche schlägt nach der Prognose eine Rekordverschuldung von 27,8 Millionen Euro. Diese vorgesehene Erhöhung des Schuldenstandes wird die Fraktion der SPD „nicht mittragen“. So argumentiert auch Birkl und sagt: „Nicht akzeptabel!“ Weinzierl (SPD) moniert insbesondere die freiwilligen Leistungen der Stadt Kelheim, exemplarisch nennt er die „Erweiterung des Altstadtmanagements und die Aufwendungen für Marketing“. Denn offensichtlich ist: „Nicht alles was wünschenswert ist, kann sich die Stadt auch leisten.“ Es brauche eine Balance zwischen Notwendigen, Wünschenswerten und Finanzierbaren.

Auch Florian Flotzinger von den Christsozialen nannte drei Typen von Ausgaben: unvermeidbare; welche, die zukünftig einen Vorteil bringen und eine dritte Kategorie von Ausgaben, über die diskutiert werden müsste. Als eine vorteilhafte Investition nennt Flotzinger den Bau von Photovoltaikanlagen – Energiekosten werden gesenkt, nach einer gewissen Amortisationszeit steigt die freie Spanne für andere Investitionen wieder. Im jungen CSU-Mann Flotzinger brennen noch weitere zugkräftige Ideen, wie der Einbezug fortschrittlicher Technologien, um sich dem Klimawandel zu stellen, anstelle einen Großparkplatz zu bauen. Sein Credo: den momentanen Niedrigzinssatz ausnutzen und investieren.

Sicher darf bei all den düsteren Aussichten nicht in Vergessenheit geraten, dass die Prognose auch auf die noch immer gravierende Pandemie zurückzuführen ist, welche sich gerade mit einigen Virusmutationen in einer dritten Infektionswelle austobt, aber durch Impfungen bald eingeschränkt werden könnte. Mut machte Josef Pletl jun., der auf die überstandene Finanzkrise 2008 hinwies: „Wird schon werden.“ Ungleich die horrenden Personalausgaben von über 8,5 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt, die nicht auf die momentane Krise zurückzuführen sind – über ein Viertel der Gesamtausgaben macht die Position aus. Eine Obergrenze sei nach Ansicht der Freien Wähler erreicht, die Aufwandsreduzierung und Digitalisierung müsse in der Verwaltung vorangetrieben werden. Konform geht Florian Flotzinger, der in der Digitalisierung einen sich verschlankenden Verwaltungsapparat sieht. Ebenso mehr als ein Viertel der Ausgaben im Verwaltungsportfolio wird auf die Kreisumlage mit beinahe 8,5 Millionen Euro fallen. Diese „wird in den kommenden Jahren weiter auf hohem Niveau bleiben“, sagt die Grünenpolitikerin Lettow-Berger.

Dem Gegenüber stehen die überlegte Gewerbesteuer mit 7 Millionen Euro, die mit Vorsicht zu genießen ist. Für das Jahr 2020 verkündete Kämmerer Christian Rieger 7,8 Millionen Euro, lediglich 3,5 Millionen Euro trafen tatsächlich ein. Sicher konnte zum Zeitpunkt der Haushaltsplanung für 2020 die Auswirkung der Corona-Krise nicht eingeplant werden – der Beschluss erfolgte am 27. Januar des vergangenen Jahres und demnach vor dem Ausbruch. Ein weiterer üppiger Posten liegt in der Einkommenssteuer, die mit 9,3 Millionen Euro bei den Einnahmen zu verzeichnen ist. Letztlich machte der Verwaltungshaushalt in Summe 32.246.176 Euro aus. Davon flossen 726.643 Euro in den Vermögenshaushalt, der mit 15.153.000 Euro schloss.

Flotzinger appellierte für die künftigen stadtplanerischen Angelegenheiten: „Lasst uns ein nachhaltiges Konzept für die nächsten 20 Jahre erarbeiten, unter ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten.“ Und zum Schluss richtete Bürgermeister Schweiger den Blick nach vorne: „Wir schaffen das gemeinsam!“

Als Bürger bei Stadtrat-Sitzung digital und live dabei?
Seit Anfang März dürfen Kommunen laut einer Rechtsänderung Hybridsitzungen durchführen. Darunter versteht sich die digitale Anwesenheit oder die Teilnahme vor Ort bei kommunalen Sitzungen oder Ausschüssen – vorausgesetzt, der Sitzungsvorsitzende, im Fall des Kelheimer Stadtrates ist das Erster Bürgermeister Christian Schweiger, ist im Sitzungsraum körperlich anwesend. Dieser Chance möchte sich die Stadtverwaltung nicht verwehren und setzte den Punkt außerplanmäßig nach Antrag Florian Flotzingers von der CSU auf die öffentliche Tagesordnung. Fortschreitende Digitalisierung, aber auch die missliche Lage aufgrund von Corona und damit aussetzender Ausschüsse, brachten den Vorschlag einer digitalen Sitzung auf den Tisch. Quasi vom Wohnzimmertisch aus sei die Teilnahme an der Stadtratssitzung dann auch für Bürger möglich, wenn fehlende Zeit, Kinderbetreuung oder Krankheit das Dabeisein im Plenarsaal unmöglich machen. „Es birgt Chancen, Menschen für die Kommunalpolitik zu erreichen“, sagt Stadtoberhaupt Schweiger. Einige der Stadträte sehen aber bei dieser Chance etliche Nachteile.

Florian Laußer vom Bündnis 90/Die Grünen möchte dem Vorschlag zwar eine Chance geben, Digitalisierung solle aber „nicht dazu führen, sich noch mehr in die eigenen vier Wände zu verziehen“. Das soziale Miteinander bei den Stadtrats- oder Ausschusssitzungen sei „ganz schön, wenn man sich hier trifft und mal wieder zuwinkt“. Ein weiteres Negativum findet sich in der Angelegenheit um den Schutz persönlicher Daten im Internet, der seit Mai 2018 durch die Datenschutzgrundverordnung geregelt ist. Viele Fragen und Vorkehrungen hierzu stünden laut Erstem Bürgermeister noch offen. So müsste jeder Stadtrat der webbasierten Live-Ausstrahlung zustimmen, um überhaupt gefilmt und aufgenommen werden zu dürfen. Sollten sich einzelne weigern, so sei eine Übertragung dieser Personen rechtswidrig. Unvollständige Diskussionen beim Live-Mitschnitt wären dann die Regel, meint SPD-Mann Josef Weinzierl und fragt: „Wo ist der Mehrwert, wenn jede zweite Wortmeldung rausgenommen werden muss?“

Die digitale Anwesenheit birgt auch Risiken in der Weiterverwendung des öffentlich zur Verfügung gestellten Materials. Angst vor einer „Verwurstelung in den sozialen Medien“ hat Christiane Lettow-Berger von den Grünen, die nach eigenen Angaben ein „gebranntes Kind“ ist. Vor gut einem Jahr musste sich die Kommunalpolitikerin mit gefälschten Meldungen von ihr auf Facebook auseinandersetzen (wir berichteten, Anm. der Redaktion). Auffällige Gruppen in Stadt und Landkreis Kelheim, so Lettow-Berger, verwendeten hierzu russische Server, um unentdeckt Hetze und Stimmung gegen etwa Politiker zu unternehmen. Sie bleibt skeptisch gegenüber der Hybridsitzung: „Ich traue dieser ganzen Sache nicht.“ Einen Mehrwert sehe auch sie nicht, hingegen wäre ein barrierefreier Zugang zu den Sitzungen vorteilhafter. Ungehinderten Zugang zu den Sitzungen hätten nach Meinung Florian Flotzingers, CSU, Menschen mit körperlichen Einschränkungen, wenn die Möglichkeit zur Live-Sitzung geboten würde. Misstrauisch ist auch Thomas Häckl sen. von den Freien Wählern. Dieser sieht die „große Gefahr“ darin, „dass einzelne Teile herausgerissen“ und negativ in falschen Zusammenhang gesetzt werden. Grundsätzlich verwehre er sich aber den vielen, neuen Möglichkeiten des Internets nicht.

Gerade die jüngere oder dafür aufgeschlossenere Teilmenge des Kelheimer Stadtrates möchte die aktuelle Errungenschaft des bayerischen Kommunalrechtes zumindest testen. Hierzu wurde vorgeschlagen, die Stadtratssitzung einige Male aufzuzeichnen, diese im Nachgang zu sichten, um darüber entscheiden zu können, ob die Live-Schaltung für jeden zuträglich wäre. Hinter dieser Variante standen die drei Bürgermeister Christian Schweiger (CSU), Dennis Diermeier (FW) und Fraktionssprecherin Johanna Frischeisen (CSU) geschlossen. Frischeisen mit den nach ihrer Aussage „älteren Semestern“ aus der CSU, Bernhard Fischer und Rupert Schlauderer, können sich „dem nicht mehr verschließen“: „Ich glaube, die Zeit, bei der wir ohne Digitalisierung auskommen, wird nicht mehr kommen.“ Der Digitalisierung Verschließen wolle sich Lettow-Berger nicht, für sie hätte die Live-Schalte jedoch nichts mit Digitalisierung zu tun. Fraktionschef der SPD, Walter Siller, stimmt dem zu und wünsche sich, dass die Bürger vor Ort seien, gerade jüngere Leute. Der Stadtrat tage zu einer günstigen Uhrzeit, um so die Teilnahme für viele Bürger zu ermöglichen. Die SPD brauche das Live-Streaming „wirklich nicht“, sagt Siller, und weiter: „Wir halten das für entbehrlich.“

Auf jeden Fall ausprobieren möchte es Josef Pletl jun. von der Kelheimer Mitte und eruieren, wie der Stadtrat und die Außenwelt darauf reagiert: „Bei einem Auto mache ich ja auch eine Probefahrt.“ Die Möglichkeit des Live-Mitschnittes zieht auch Florian Laußer in Betracht, ebenso Fraktionssprecher der Freien Wähler, Ludwig Birkl. Trotz vielem Zuspruchs ging die neue Plattform leer aus – zwölf Stadträte entschieden sich gegen die generelle Einführung einer hybriden Sitzung. Immerhin zehn Gremiumsmitglieder wollten eine Testreihe – ohne Erfolg.

Grundschule Hohenpfahl
Für den offenen Ganztag an der Grundschule Hohenpfahl wünschten sich Rektorin Ursula Eberl und Konrektorin Nina Rauscher einen neuen Kooperationspartner. Bisher übernahm die AWO die Durchführung des Ganztagesangebotes, welche nun durch den Jugendhilfeträger KAI ersetzt wurde. Der Verein KAI stellte sein Konzept in der Januar-Stadtratssitzung vor und konnte den Stadtrat schlussendlich überzeugen. Neben einem festen Mitfinanzierungsanteil – gleich ob AWO oder KAI – von bald 37.000 Euro kommt jedoch zusätzlich ein Mehraufwand von 43.200 Euro im Schuljahr 2021/2022. Hinzu kommen noch nicht bezifferbare Auslagen für den Betrieb der Mensa, welche die Stadt Kelheim als Schulaufwandsträger begleichen muss. Rektorin Eberl sei froh über den neuen Partner KAI, der sich außerordentlich für die Kinder einsetzt: „Kinder brauchen ein Recht auf Bildung, Betreuung und Erziehung.“ Im kommenden Schuljahr werden drei Kurzgruppen bis 14 Uhr und drei Langgruppen bis 16 Uhr installiert – Änderungen aufgrund Nachmeldung vorbehalten. Mit drei Gegenstimmen ging der Beschluss durch den Stadtrat und ebnet eine kindgerechte Betreuung nach dem offiziellem Schulschluss.

Mehr Geld für Wahlhelfer
Am 26. September wählt die Bundesrepublik ihren 20. Deutschen Bundestag. Hierzu sucht die Stadt Kelheim vermehrt Wahlhelfer, da das Briefwahlaufkommen in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist. Die Anzahl der Briefwähler wurde durch das von Corona provozierte Infektionsgeschehen zusätzlich gepusht – die Auszählungen der Kommunalwahl 2020 bestätigen das. Die bei der Bundestagswahl vorgesehen Ämter sind Ehrenämter und werden von der Stadt Kelheim mit 50 Euro entschädigt. Ebenso die Hausmeister der städtischen Schulen, in denen Wahlräume installiert wurden, erhalten ein Erfrischungsgeld von 50 Euro. Interessierte melden sich bei der Stadt Kelheim unter 09441/70 10.

Wie man Straßensanierungen finanzieren könnte…

… und andere Themen aus der Februar-Stadtratsitzung

Von Sarah Sophie Ruppert

Vor drei Jahren schaffte der Bayerische Landtag die Straßenausbaubeiträge für Haus- und Grundbesitzer ab. Seither müssen sich Bürger nicht mehr für die Sanierung oder den Ausbau an Straßen innerorts beteiligen. Das riss ein Loch in die kommunalen Haushalte, auch in Kelheim. Corona verschärfte im vergangenen Jahr die Umstände, da Gewerbe- und Einkommensteuer geringer ausfielen. Um der anstehenden und dringend notwendigen Straßensanierungsmaßnahmen Herr zu werden, schlug die Kelheimer Kämmerei um Christian Rieger die Erhöhung der Grundsteuerhebesätze A und B von 390 auf 490 Prozentpunkte vor – A stehe für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, B für andere Grundstücke. Rieger sei nach Rücksprache mit dem technischen Bauamt zu diesem Vorschlag gelangt, da sich in den kommenden Jahren die Ausgaben für Straßensanierungen im Rahmen von 1,5 bis 2 Millionen Euro bewegen.

Unüblich sei solch ein Vorgang nach Kämmerer Rieger nicht. Auch Essing habe aus genannten Gründen den Hebesatz A und B von 360 auf 550 Punkte angehoben. Mit der Anhebung auf 490 liege Kelheim immer noch und im Gegensatz zu vergleichbaren Gemeinden wie Bad Abbach oder Mainburg bisher ohnehin darunter. Dagegen gibt es mit dem vergleichsweisen Neustadt a.d. Donau eine Stadt, welche mit den Grundsteuerhebesätzen von 350 Einheiten darunter liegt. Für Rieger heiligt der Zweck die Mittel: Denn durch die Steigung wären Mehreinnahmen von 500.000 Euro zu erzielen, welche einen merklichen Teil der Straßensanierungen finanzieren könnten. Die “auf quasi alle Schultern verteilte Grundsteuer“, und das betonte Rieger, „sei gerechter und vor allem auch verhältnismäßiger“.

Bei Josef Weinzierl von der SPD rannte der Kämmerer offene Türen ein, obgleich sich Weinzierl auch Gedanken machte, weswegen das Stadtratsgremium überhaupt vor dieser Entscheidung stehe. Grund sei für den Sozialdemokraten die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, nach der die Landesregierung – insbesondere die Freien Wähler, welche sich vehement für die Abschaffung einsetzten – bei den Bürgern als „good guy“ dastünde. Eine Kompensation seitens Bayerischer Regierung war versprochen, diese decke aber lediglich Bruchteile der Ausfälle ab. So liege die Rolle des „bösen Jungen“ bei der Stadt Kelheim. Denn um die Ausfälle auszugleichen ist nach Weinzierl „in erster Linie die Erhöhung der Grundsteuer“ durch die Kommunen das Mittel der Wahl. Die Erhöhung auf 490 Prozentpunkte ist „schmerzhaft, aber noch vertretbar“, so Josef Weinzierl und stimmte für den Beschluss.

Akzeptabel sind die Erhöhungen auf 490 Hundertstel nach Kämmerer Christian Rieger gewiss. So wären beispielsweise für eine Wohnung mit 100 Quadratmeter pro Monat Mehrkosten von 3,20 Euro zu nennen, für ein Einfamilienhaus auf einem Grundstück mit 620 Quadratmeter fallen rund 7,35 Euro pro Monat mehr an. Der junge CSUler Florian Flotzinger kam mit einem weiteren Vergleich, der die reale Steigung zeigte: Mit dem vorherigen Hebesatz von 390 Punkten käme die 100-Quadratmeter-Wohnung auf eine monatliche Abgabe von 2,80 Euro zu nun 3,20 Euro – „wir reden hier um 40 Cent“ pro Monat. Nach Flotzinger gebe es andere Bereiche, in denen eine Erhöhung deutlicher wurde und nannte dabei die Einführung des CO2-Preises bei etwa Kraftstoffe. Er gehe d´accord, „wenn wir jetzt ein bisschen die Grundsteuer anheben“.

Die dadurch erzielten Mehreinnahmen von knapp 500.000 Euro sind auch für die Fraktionsvorsitzende der CSU, Johann Frischeisen, Grund genug, die Steuer anzuheben. Dagegen stünden noch immer jährliche Ausgaben für Straßensanierungen von bis zu 2 Millionen Euro. Für den diesjährigen Straßen-Haushalt sind seitens Bayerischer Staatsregierung 200.000 Euro zugesagt worden, laut Fraktionssprecher der Freien Wähler Ludwig Birkl. „Das Wichtigste für Kommunen ist, die Infrastruktur sauber zu haben“, sagt Birkl. Die Freien Wähler sehen es als richtigen Weg, die Erhöhung jetzt umzusetzen, „um Entwicklung und Nachhaltigkeit von Kelheim weiterzubringen“. Auch Frischeisen stimmt dem Beschluss zu: „Das Geld wird für unsere Straßenerneuerungen und Straßensanierungen ausgegeben. Jeder Bürger benutzt diese Straßen.“ Als „fairste Möglichkeit“ nennt Erster Bürgermeister Christian Schweiger das Vorhaben. Wo vorher unter Umständen ein altes Rentnerpaar große Summen für einen kurzen Straßenabschnitt zahlen und so Gespartes für das Alter ausgeben musste, stehen nun alle in der Pflicht.

Claus Hackelsperger plädiere dafür, die Bürger vorerst mal in Ruhe zu lassen. Mit einer abgeschwächten Maßnahme und mit einem Antrag, den Hebesatz geringer anzuheben, kam die Kelheimer Mitte um Fraktionschef Christian Prasch um die Ecke. Sie sehen den Kompromiss in der „Mitte“ und sprechen sich für die Obergrenze von 430 Prozentpunkten aus. Für Prasch sei die Erhöhung klar, aber „so einen Sprung“ könne er nicht unterschreiben und forderte die Abstimmung seines Vorschlags: 16 dagegen. Eine Befürworterin fand Prasch jedenfalls in der Grünen-Vorsitzenden Christiane Lettow-Berger, die dem Vorschlag des Kämmerers von 490 Punkten nicht nachkam – genauso wie zwölf weitere Stadtratskollegen. Am Ende stellten sich also 13 Gremiumsmitglieder gegen den Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung. Bürgermeister Christian Schweiger nannte es einen „Dämpfer“ und empfand es als keine gute Perspektive: „Zu ängstlich gehandelt.“

Altstadt beleben: Haslach brennt für die Sache
Mit der neuen Altstadtmanagerin hat sich die Stadt Kelheim nach eigener Aussage Brigitte Haslachs einen „Hansdampf in allen Gassen“ geholt. Dass das in ihrem Falle eine gute Sache ist, beweist sie mit vielen Aktionen und Vorhaben. Seit einem Jahr mischt sie – trotz Corona – den Einzelhandel in der Stadt auf. Manche Aktionen von „Gitte“ Haslach sind nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar, „aber existenziell“. In der Februar-Stadtratssitzung plauderte sie über ihren Job.

Eine „One-Man-Show“ sei es nicht, denn ihre Mitstreiter bei dem Vorhaben eines attraktiveren Kelheims sind unter anderem Lena Plapperer aus der Tourist-Information und die Einzelhändler selbst. Hier habe sie im Laufe des vergangenen Jahres einen Stammtisch für die Händler installiert. Als Vorbild diente Haslach die Vorstellung einer kleinen italienischen Stadt, in der sich die Geschäftsleute alle untereinander kennen, achten und unterstützen. Ihre mitreißende Art macht es anderen leicht, auf sie zuzugehen.

Hauptaugenmerk legt sie auf die Schaffung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Altstadt. Sie wolle die Frequenz an Besuchern wieder erhöhen, damit wieder „was los ist“. Deswegen steht für nicht Ortskundige in großen Lettern auf der Straße, wo sie die Altstadt finden. Diese prägnanten Hinweise auf dem Pflaster möchte Haslach noch weiter ausbauen: etwa an der Kellerwiese, am Pflegerspitz und Donauvorland, damit der schnellste Weg in die Innenstadt sicher ist.

Als „zentrales Ding“ hat die Managerin in Altstadtangelegenheiten heuer den „Kunsthandwerkermarkt“ ins Auge gefasst – natürlich unter Rücksichtnahme eintretender Beschränkungen aufgrund der Corona-Lage. Viele Handwerksleute aus der Region habe sie schon an der Hand, die sollen dann Lust auf die Stadt bekommen und in Kelheim mit ihrer Kunst, ihrem Dienst oder ihren Werken sesshaft werden. Viele Künstler stellen längst im Unverpacktladen von Peggy Schumann aus – „wir wissen also, dass es geht“, sagte Haslach. Freudig erwartet sie ihren Umzug ins nun bald fertige sanierte Rauchhaus und hat schon eine Idee parat, bei der sie ein Sofa braucht. Das möchte sie nach Bedarf vor die Tür auf den Ludwigsplatz schieben, es sich dort gemütlich machen und mit Bürgern oder Touristen ins Gespräch kommen, Ideen sammeln. Bürgermeister Christian Schweiger ist sicher: „Du brennst für die Sache!“

Ein historischer Beschluss
Einstimmig beschlossen die Kelheimer Stadträte zur Sitzung am Montag, 22.02.2021, die sogenannte „große Übertragung“. Gemeint war die vollständige Übernahme der Standesamtsaufgaben auf die Stadt Kelheim – die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ihrlerstein und der Markt Painten geben diese zum 1. April ab. Standesamtstätigkeiten befassen sich etwa mit Eheschließungen, Sterbefälle, Geburten, Anerkennungen der Vaterschaft oder Kirchenaustritte.

Mit der VG Saal a.d. Donau gibt es bereits eine Gemeinde, welche die Übertragung an die Stadt Kelheim vollzogen hat. Derzeit ist von Saal a.d. Donau jährlich eine Standesamtsumlage an die Stadt Kelheim von 25.000 Euro zu begleichen. Die Umlage berechnet sich aus der Anzahl der Einwohner und einem Festsatz von 3,50 Euro pro Bürger. Diese Berechnung wird gleichlautend auf den Markt Painten und die VG Ihrlerstein angewandt. Daraus ergeben sich Zahlungen von 8.000 Euro für Painten und 20.000 Euro für Ihrlerstein. Sämtliche Verwaltungs- und Personalkosten sind damit abgegolten.

Die Befugnis des Marktes und der Verwaltungsgemeinschaft, ihre Bürgermeister zu Trauungsstandesbeamten zu bestellen, wird durch diese Vereinbarung nicht berührt. Diese sind berechtigt, Trauungen in den dafür vorgesehen Räumlichkeiten des Marktes Painten durchzuführen. Bei Verhinderungen oder auf ausdrücklichen Wunsch des Brautpaares finden die Trauungen regelmäßig am Sitz des Standesamtes Kelheim statt. Kelheims Erster Bürgermeister Christian Schweiger ist sich der guten Zusammenarbeit mit dem Markt Painten, Erster Bürgermeister Michael Raßhofer, und der VG Ihrlerstein, Gemeinschaftsvorsitzender Thomas Krebs, sicher, er wünscht sich: „Immer offen und ehrlich.“

Baumbestattungen im Trend
Seit 2011 können sich Kelheimer auf dem Waldfriedhof unter einem Baum bestatten lassen. In den letzten Jahren nahm die Zahl dieser Bestattungsart zu – die Erweiterung bleibt nun nicht aus. Kurzfristig können ungefähr noch 15 bis 20 Bäume für Bestattungen ausgewiesen werden, eine langfristige Lösung soll im Herbst beginnen. Diese beinhalte eine Fällung bestehender Bäume, um den Gang zur Grabstätte zu ermöglichen. Auch ein Schotterweg ist in Planung. Die Erweiterung erstreckt sich dann bis zu den Urnenwänden.

Anhebung der Bestattungsgebühren
Zur Durchführung von Bestattungen auf den städtischen Friedhöfen in Kelheim sind Bestattungen Adamczyk, TrauerHilfe Denk, Bestattungen Marcus Biermeier und Bestattungsinstitut Männer & Biermeier betraut. Auch mit allen damit verbundenen Verrichtungen wie etwa das Ausschmücken der Aussegnungshalle, Befördern des Sarges oder der Urne, das Ausheben und Schließen sowie Abräumen des Grabes. Die Bestattungsgebühren wurden zum März erhöht.

Kinder bis zum Alter von fünf Jahren 130 Euro
Erwachsene bei Normaltiefe 260 Euro
Erwachsene bei Tieferlegung 320 Euro
Urne ohne Feier 110 Euro
Urne mit Feier 150 Euro
Stundenpauschale für Felsengräber 50 Euro

Stadtrat: Im Winter kostenlos parken

Außerdem: Stadteigenes Obst sollen Bürger unentgeltlich ernten dürfen

Sein Amt begann mit Kranken und Toten. So beschrieb Christian Schweiger seinen Anfang als Erster Bürgermeister der Stadt Kelheim. „Es war ein komisches Jahr, auch wenn es einige Verirrte leugnen.“ Froh sei er aber über die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit anderen Gemeinden und Landkreisen, stolz auf den Einsatz seiner Mitstreiter in der Stadtverwaltung. „Es ist eine Freude, wie ich aufgenommen wurde“, sagte er in der Stadtratsitzung Ende Januar. Und er verwies auf den mächtigen Haushaltsplan für 2020, der gemeinsam zu rund 80 Prozent abgearbeitet wurde: „Das ist eine starke Leistung!“
Viel wurde im vergangenen Jahr in Bau, Schule und Digitalisierung investiert. Dank sprach Schweiger auch den Stadtratsmitgliedern aus, da trotz dünner Kontakte Wege zum Kommunizieren gefunden wurden: „Unter diesen Bedingungen Entscheidungen zu treffen, ist nicht einfach.“ Jetzt wünsche er sich harte und sachliche Diskussion um Beschlüsse. „Das sind die Erwartungen der Bürger.“ Gemeinsam solle man „nicht nur an morgen denken, sondern an die nächsten 20 oder 25 Jahre“.

Sorgenfreies Parken über die Wintermonate
Ein Antrag der Freien Wähler zur Parkregelung am Wöhrdplatz setzte sich durch: Dort ist künftig über die Wintermonate – 1. November bis letzter Februartag – keine Parkgebühr mehr fällig. Manko der bisherigen Parkregelung an Werktagen war die auf zwei Stunden begrenzte Zeit zwischen 8 und 18 Uhr. Der Stadtrat stimmte nun geschlossen für ein zeitlich unbegrenztes Parken ohne Parkscheibe und Parkschein. Kunden, aber auch Beschäftigte in Innenstadtnähe können so zentrumsnah und ohne jeglichen Druck ihr Auto abstellen. Zudem sei der Parkplatz gut beleuchtet, was mehr Sicherheit bedeute. Die Regelung gilt ab sofort über die genannten Wintermonate – ausgeschlossen sind die auf eine halbe Stunde befristeten Kurzzeitparkplätze unmittelbar vor dem Postamt.

Vereinsabgeordneten Diermeiers „Baby“
Viel Herzblut hat Zweiter Bürgermeister Dennis Diermeier in das Projekt gesteckt, und das von Beginn seiner Amtstätigkeit an als Ehrenamtsbeauftragter. Nun entschieden die Stadträte am 25. Januar über die Vereinsförderrichtlinie der Stadt Kelheim, welche laut Erstem Bürgermeister Christian Schweiger „nicht nur für Sportvereine“ geltendes Recht spricht. Bisher wurden insbesondere Förderungen für die im Bayerischen Landes-Sportverband organisierten Sportvereine bedacht. Neu ist die Berücksichtigung mehrerer Interessensgemeinschaften, die in Summe rund 70 Vereine zählt. Dass damit „einige Sportvereine eine Einbuße“ hinnehmen müssen, kann Thomas Müller von der CSU-Fraktion nicht dulden. Er stimmte alleinig gegen die Reform der Förderrichtlinien und laut Satzung gegen eine „gerechtere Grundlage für alle Vereine“.

Durch die finanzielle Förderung der Stadt Kelheim wird die gesellschaftliche Bedeutung der Vereine, insbesondere deren Jugendarbeit, hervorgehoben und wertgeschätzt. Ab diesem Jahr erhalten förderfähige Vereine eine Basisförderung von 200 Euro, pro Mitglied bis 26 Jahre acht Euro obendrauf. Dazu kommen noch viele weitere Hilfen von der Stadt, wie etwa einen zehnprozentigen Zuschuss zu Umbau oder Sanierung. Ziel ist es, das Vereinsleben in der Stadt Kelheim zu beleben, sowie gerecht und transparent zu fördern. „Dass der eine oder andere weniger kriegt“, bleibt nach Meinung Bürgermeisters Schweiger nicht aus. Insgesamt gingen jedoch meist Gewinner aus der neuen Regelung, insbesondere kulturelle Vereine, freut sich Schweiger. Weiterführende Infos zu Fristen und Vereinsförderrichtlinien, Anträge und Satzung finden sich auf kelheim.de.

Wohnungsbaugesellschaft hat sich rentiert
Max Schneider und Andreas Schmid wurden als Geschäftsführer der Stadtbau Kelheim GmbH verabschiedet. Die beiden hoben die Wohnungsbaugesellschaft 2017 aus der Taufe. Nach Einschätzung von Bürgermeister Christian Schweiger seien, mit Hinweis auf den Sozialen Wohnungsbau, „wirklich relevante und erfolgreiche Projekte entwickelt“ worden, die Vorreiterrolle der Kreisstadt Kelheim „steht uns sehr gut ins Gesicht“. An die Ausscheider gerichtet sagte das Stadtoberhaupt: „Ihr habt das hervorragend gemacht!“ Für die Nachfolger Christian Rieger und Martin Schäffer sei es „ein schweres Erbe“, so Schweiger.

Stadteigenes Obst soll von Bürgern legal abgeerntet werden
Die Aktion „Gelbes Band“ schafft die Möglichkeit, stadteigene Streuobstbäume wie Apfel, Birne oder Zwetschge der Allgemeinheit unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Neben Obstbäumen sollen Nussbäume und Sträucher legal abgeerntet werden dürfen, um für die Früchte eine sinnvolle Verwendung zu finden. Wichtig dabei ist, lediglich von mit einem gelben Band gekennzeichneten Pflanzungen Früchte einzusammeln. Bis die Bäume in städtischem Eigentum gekennzeichnet sind, bedarf es allerdings einiger Vorbereitung.

Für die Durchführung hat sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stark gemacht, die das Projekt in der jüngsten Sitzung des Kelheimer Stadtrates kurz vorstellte. Die Stadtverwaltung präsentierte hingegen ein ausführliches Konzept zur Vorgehensweise der Kennzeichnung. Daraufhin zitierte Aunkofer, der – wie er sagte – eine Vorliebe für die Asterix-Comic-Buchreihe hat, Obelix: „Asterix ich bitte dich, verkompliziere die Lage nicht.“

Die in der Sitzung vorliegende Entscheidung sei nach Ansicht Aunkofers diffiziler als gewünscht: „Jetzt liegt ein ganz anderer Beschluss vor.“ Der Grünen-Politiker sieht eher die Bauhof-Mitarbeiter, die Bäume und Sträucher bei ihren üblichen Fahrten markieren. Andreas Schmid, Leitung des Fachbereiches Planen & Bauen, zog die Grenze: „Das kann der Bauhof nicht leisten! Ich bin froh, dass wir überhaupt rumkommen.“ An sich stünde die Fachabteilung wie auch die komplette Stadtverwaltung hinter der Idee, es brauche nur einen anderen Weg, der über den Stadtrat laufen soll.

Geplant ist in einem ersten Schritt die Suche nach sogenannten „Kümmerern“ aus jedem Ortsteil. Vor Ort stellt der „Kümmerer“ vorerst die Flächen fest, auf denen sich Streuobstbestände befinden. Es handelt sich um die Ortsteile Affecking/Hohenpfahl, Herrnsaal, Kapfelberg, Kelheim Stadt, Kelheimwinzer, Lohstadt/Gundelshausen, Staubing, Stausacker, Thaldorf und Weltenburg. In weiteren Schritten und in Abstimmung mit dem Fachbereich Planen & Bauen erfolgt dann die Kennzeichnung. Interessenten melden sich beim Fachbereich Planen & Bauen unter 09441/70 12 25.

Offener Ganztag: Grundschule Hohenpfahl hat entschieden
Bildung, Freizeit und vor allem Kommunikation: Die drei wichtigsten Säulen im pädagogischen Konzept vom Verein KAI – Bildung und Kultur, der für das kommende Schuljahr 2021/2022 an der Grundschule Kelheim-Hohenpfahl die Offene Ganztagsschule betreiben möchte. Die Schule trennt sich nach Aussage der Rektorin Ursula Eberl vom bisherigen Partner, die AWO Familie und Jugend Kelheim, im beidseitigen Einverständnis: „Wir und die AWO haben uns entschieden, dass wir wechseln.“ Die Vorstellungen der Betreuung von Grundschule Hohenpfahl und AWO gingen auseinander. Eberl sprach von der Betreuung durch die AWO von einer „Aufbewahrung“ der Kinder, welche nichts mehr mit einer Ganztagsversorgung zu tun hatte. Es tue ihr „in der Seele weh“, wenn die Kinder nicht gut aufgehoben seien.

Seit Jahren beobachte die Rektorin gemeinsam mit ihrer Stellvertretung Nina Rauscher, wie sich die Bedürfnisse der Schüler ändern. 90 Kinder sind momentan im offenem Ganztag, 84 davon mit Migrationshintergrund: der Förderbedarf erhöht sich, bildungsferne Eltern nehmen zu und ein sozial schwaches Umfeld ist keine Seltenheit mehr. „Es war immer unser Wunsch die Betreuung passgenauer zu machen – diesem Wunsch wurde nicht stattgegeben“, beteuert Rauscher. Stellung zu diesem Urteil konnte der Wohlfahrtsverband nicht nehmen, da die Vorstellung der beiden Konzepte von KAI und AWO ohne letztere in der Stadtratssitzung vom Januar stattgefunden hat. Bürgermeister Schweiger bedauerte, dass die AWO nicht zugegen sei. Er verstehe aber die Abwesenheit, da die Entscheidung seitens der Grundschule Kelheim-Hohenpfahl bereits gefallen war.

Nun war das Stadtratsgremium gefragt, ob dieses dem erhöhten Verwaltungs- und Sachaufwand zustimmt. 33.000 Euro mehr kostet die Betreuung von KAI, zusätzlich zu rund 30.000 Euro Mitfinanzierungsanteil, die ohnehin anfallen. Das Konzept aber wäre es wert, weil es genau das erfüllt, was sich die Rektorinnen für ihre Schulkinder wünschen: Ein angepasstes, sich entwickelndes Programm, das sich an den Schülern und Begebenheiten orientiert. Das sagte Elisabeth Faltermeier, die vor 20 Jahren mit ihrem Mann den Verein KAI gründete. Oberste Prämisse haben neben einer gerechten Erziehung und Bildung Spiel und Spaß. Nach dem Unterricht haben die Kinder Freizeit, um dann gemeinsam mit dem Gruppenbetreuer zu essen. Danach geht es zum Austoben. Erst danach stehen die Hausaufgaben und das Lernzeitende um 15 Uhr auf der Agenda. Um 16 Uhr verlassen die letzten Kinder die Tagesbetreuung.

KAI nimmt jährlich nur eine weitere Schule in das Betreuungsprogramm auf, berichtet Robert Faltermeier: „Alles andere wäre unverantwortlich!“ Die Qualität solle stimmen und beibehalten werden. Aus diesem Grund sei auch der erhöhte Aufwand von 33.000 Euro zu erklären. Es bedarf zur Betreuung der Schützlinge geeignetes Fachpersonal, um den Anforderungen der Schüler gerecht zu werden. Das sieht auch Florian Lauser aus der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Wenn Kinder in richtiger Art und Weise betreut werden können, dann darf Geld eine kleinere Rolle spielen.“ Grünen-Kollegin Christiane Lettow-Berger pflichtet dem bei: „Wir müssen in diese Kinder investieren, das ist ein Zukunftsprojekt.“ Von den Schulen, an denen KAI die Betreuung ausrichtet, weiß Lettow-Berger, dass der Verein seine Arbeit sehr gut macht.

Kurz notiert
Home Office im Rathaus
„Wir arbeiten mit Hochdruck an einem digitalen Rathaus“, antwortet Erster Bürgermeister Christian Schweiger auf die Frage von Christian Rank, Bündnis 90/Die Grünen, nach Home Office. Vor Weihnachten hätte das Rathaus „den Braten schon gerochen“, weswegen zwölf mobile Endgeräte angeschafft wurden. Einige Mitarbeiter nehmen das Angebot bereits an, hauptsächlich wegen Kinderbetreuung – morgens sind sie zuhause, am Nachmittag geht es ins Rathaus. Für bis zu 22 Mitarbeiter gibt es die Möglichkeit für Home Office in der Stadtverwaltung. Bürgermeister Schweiger sieht mobile Arbeitsplätze im Kommen und schiebt gleich nach: „Man kann das ausweiten, es wird immer mehr Thema sein.“ Das Problem läge eher in der Schwierigkeit der Beschaffung von Hardware wie Computer und dergleichen. Eine bittere Pille gebe es laut Schweiger für einige Mitarbeiter zu schlucken: „Einwohnermeldeamt und Standesamt geht halt nicht von zu Hause.“

Obdachlosenunterkünfte
Seit Dezember unterhält die Stadt Kelheim am Pflegerspitz 11a eine containerbasierte Obdachlosenunterkunft. In der Rabenstraße 1 erhalten bereits seit einiger Zeit wohnungslose Frauen und Familien Obdach. Mit der Benutzung der Unterkünfte gehen für die Nutzer auch einige Regeln einher. So ist es beispielsweise nicht gestattet, die Ruhe zu stören oder Drogen, Alkohol und andere Betäubungsmittel in den Räumen zu horten oder konsumieren. Für die Unterkunft in der Rabenstraße ist eine Benutzungsgebühr von 105 Euro pro Person und Monat fällig, die Containerunterkünfte am Pflegerspitz folgen diesem Betrag. Die Gebühren trägt der Obdachlose, sofern dieser nicht Arbeitslosengeld I oder II bezieht.

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Heimatgeschichte online erleben

Universitätsbibliothek Regensburg digitalisiert Werke der Heimatforschung in Kooperation mit dem Stadtarchiv Kelheim
Kelheim. In Zeiten geschlossener Archive und Bibliotheken während des Pandemie-Lockdowns ist die Zugänglichkeit historischer Quellen und Literatur über das Internet auch für die regionale Geschichtsforschung von großer Bedeutung. Das Stadtarchiv Kelheim und die Universitätsbibliothek Regensburg sind im Corona-Jahr 2020 gemeinsam einen großen Schritt in Richtung einer digitalen Zukunft unserer Heimatforschung gegangen.
Im Rahmen ihres Digitalisierungsprojektes EODOPEN hat die Universitätsbibliothek Regensburg mehrere bedeutende Werke der historischen Heimatforschung für die Stadt Kelheim und ihre Ortsteile sowie aus dem Landkreis Kelheim digitalisiert. Diese Standardwerke der Heimatgeschichte können zukünftig jederzeit und von jedem Ort aus kostenfrei im Internet über den Katalog der UB-Regensburg als Volltext-PDF abgerufen werden.
Die Auswahl der zu digitalisierenden Werke hat der Kelheimer Stadtarchivar Dr. Wolf Kulke zusammengestellt und der Universitätsbibliothek Regensburg für das Digitalisierungsprojekt EODOPEN vorgeschlagen: Georg Rieger und Rudibert Ettelt haben die Standardwerke zur Kelheimer Stadtgeschichte (1929, 1983 und 2004, 2005) verfasst, Hans Wagner hat seit Beginn der 1980er Jahre zahlreiche gewichtige Ortschroniken zu Weltenburg und Thaldorf, Kelheimwinzer und Kapfelberg sowie weiterer Orte im Landkreis verfasst. Johann Auer hat über Altwege und Burgen im Landkreis Kelheim sowie die Ortschronik von Dünzling geschrieben (1999 und 1991). Die bedeutenden Stadtchroniken zu Neustadt a.d. Donau (1994-2004) und Abensberg (1985-1996) wurden von Josef Scheugenpflug, Georg Köglmeier und Fritz Angrüner verfasst. Dies sind nur einige der Autoren, die sich mit heimatgeschichtlichen Büchern von Kelheim und Umgebung verdient gemacht haben und deren Werke nun online für die Heimatforschung zugänglich sind.
Im Rahmen des Projektes EODOPEN digitalisiert die Universitätsbibliothek Regensburg Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Die Auswahl der Werke, die digitalisiert werden, wird im Austausch mit Institutionen und Einzelpersonen getroffen. Obwohl bei Werken des 20. und 21. Jahrhunderts grundsätzlich das Urheberrecht zu beachten ist, gibt es dennoch mehrere Möglichkeiten für eine Digitalisierung. Georg Rieger beispielsweise ist vor mehr als 70 Jahren verstorben, seine „Geschichte der Stadt Kelheim“ von 1929 ist somit nicht mehr urheberrechtlich geschützt und damit gemeinfrei und kann digitalisiert werden. Die jüngeren Werke wurden mit Zustimmung der Rechteinhaber bzw. deren Erben digitalisiert. Wer weitere Werke zur Digitalisierung vorschlagen möchte, kann sich gerne an das EODOPEN-Projektteam der Universitätsbibliothek wenden. Gesucht sind gemeinfreie Werke sowie Werke, die vor 1966 erschienen und nicht mehr im Buchhandel erhältlich sind. Autorinnen und Autoren jüngerer Werke können auch gerne ihre eigenen Werke zur Digitalisierung vorschlagen, sofern das Einverständnis des beteiligten Verlages zur Digitalisierung vorliegt.

Georg Rieger:
• Geschichte der Stadt Kelheim. Bd 1. Stadt und Bezirk Kelheim. (396 Seiten) Kelheim 1929

Rudibert Ettelt:
• Geschichte der Stadt Kelheim. Bd. I. Von der Stadtgründung bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert. (1047 Seiten) Kelheim 1983
• Geschichte der Stadt Kelheim. Bd. II. Vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis 1933. (665 Seiten) Kelheim 2004
• Geschichte der Stadt Kelheim. Bd. III. Von 1933-1945. Kelheim 2005

Hans Wagner:
• Von der Frühmess zur Pfarrei. Heimatgeschichte Kelheimwinzer und Herrnsaal 1482-1982. (520 Seiten) Kelheimwinzer 1982
• Weinberg und Steinbruch des Herrn. Geschichte der Pfarrgemeinde Kapfelberg-Poikam. (496 Seiten) Kapfelberg 1984
• Mühlhausen – Landpfarrei zwischen Herzogsforst und Donaumoos. (696 Seiten) Mühlhausen 1989
• Teugn – vom Königlichen Kammergut zur Gemeinde. (736 Seiten) Teugn 1990
• Pfarrei Staubing – Weltenburg. Chronik der Orte Holzharlanden, Staubing, Stausacker und Weltenburg. (824 Seiten) Weltenburg 1992
• Thaldorf – vom reichsstiftischen Besitz zum Ortsteil. (336 Seiten) Thaldorf 1994
• Herrnwahlthann vom Klosterdorf zum Gemeindeteil. (532 Seiten) Herrnwahlthann 2004

Johann Auer:
• Dünzling – Geschichte eines niederbayerischen Dorfes. (580 Seiten) Dünzling 1991
• Altwege im Landkreis Kelheim. Die Geschichte der Fernstraßen von den Anfängen bis ins 19. Jahrhundert. Weltenburg 1998.
• Das Gerichtswesen zu Bad Abbach 1220 – 1803. Von Schergen, Richtern und Henkern, von Dieben, Hexen und Mördern. Bad Abbach 2001.
• Befestigungen und Burgen im Landkreis Kelheim vom Neolithikum bis zum Spätmittelalter. (418 Seiten) Weltenburg 2008

Georg Köglmeier / Josef Scheugenpflug:
• Neustadt an der Donau – Eine bayerische Landstadt und ihre Bewohner im Wandel der Jahrhunderte. Bd. I. – von den Anfängen bis um 1800. (432 Seiten) Neustadt 1994
• Neustadt a.d. Donau – Bd. II. Von der Landstadt zum Dienstleistungszentrum 1800-2004. (449 Seiten) Neustadt 2004

Fritz Angrüner:
• Abensberg im Bild der Jahrhunderte – mit besonderer Betrachtung des 19. Jahrhunderts. (526 Seiten) Abensberg 1985

Die digitale Sammlung ist abrufbar unter: go.ur.de/eodopen-sammlung

Dr. Wolf-Heinrich Kulke präsentiert eine Auswahl der Werke, die im Rahmen von EODOPEN digitalisiert wurden. Foto: Paul Kulke

Buchscanner im Digitalisierungszentrum der Universitätsbibliothek Regensburg

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    Kelheimer Spitzlmarkt ist abgesagt

    Kelheim. Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, den Spitzlmarkt (geplant für den 30. und 31. November 2020) abzusagen. Zwei Tage vor Beginn des geplanten Lockdowns wäre die Durchführung des Markts für die Gastronomen, Kinobetreiber und Einzelhändler schwer vermittelbar. Diese Entscheidung hat Bürgermeister Christian Schweiger in Abstimmung mit den Fraktionsführerinnen und Fraktionsführen der Stadt Kelheim sowie dem Landratsamt Kelheim besprochen. Das angekündigte Parkverbot innerhalb der Altstadt (von Donnerstag, 29. Oktober, 20 Uhr bis Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr) ist damit hinfällig.
    Die leckeren Spitzen gibt es aber dennoch: Unterstützen Sie die Kelheimer Konditoreien und Bäcker und holen Sie sich das Traditionsgebäck nach Hause. Die Spitzen gibt’s bei der Bäckerei Munz (ehemals Bäckerei Wiesbeck), Café Markl, Café am Donautor und der Bäckerei Frischeisen.

    Grüngutannahme auf Wertstoffhöfen und Erweiterung der Sperrmüllabholung

    200402ST_WSZ Arnhofen
    Um die Verbreitung des Coronavirus im Rahmen unserer Möglichkeiten zu verhindern und damit unsere Bürger*innen samt dem Wertstoffhofpersonal zu schützen, haben wir vor ca. 2 Wochen unsere Wertstoffhöfe und -zentren sowie Bauschuttdeponien bis auf weiteres geschlossen. An dieser trotz der gegebenen Umstände schwer gefallenen Entscheidung müssen wir leider auch weiterhin weitestgehend zur Vermeidung von Menschenansammlungen festhalten. Der Landkreis Kelheim verfügt jedoch über ein funktionierendes und ausgeprägtes Holsystem für alle wesentlichen Abfälle des täglichen Entsorgungsbedarfs (Restmüll, Altpapier, Biomüll, Verpackung durch den gelben Sack und auch für Sperrmüll gegen Anmeldung) und diese wird auch weiterhin gewährleistet sein. Die Zeit Zuhause mit Gartenarbeit zu verbringen ist in dieser schwierigen Zeit sicher eine sinnvolle, gesunde und gute Beschäftigung. Aus diesem Grund werden wir die Anlieferung von Grüngut (höchstens 1 m³) ab Samstag, dem 04.04.2020 an unsere Wertstoffzentren/-höfen (WSZ Arnhofen, WSZ Haunsbach, Wildenberg und Painten) wieder zu den üblichen Zeiten öffnen. Auch einige Kommunen schließen sich an und öffnen die Tore u. a. der Markt Langquaid, die Stadt Riedenburg, Markt Rohr N.B., Markt Bad Abbach und die Stadt Kelheim.
    Wir appellieren jedoch bereits heute nachdrücklich an jeden Einzelnen, nach Möglichkeit die Grüngutabfälle (Strauch- und Rasenschnitt) zwischenzulagern, zu kompostieren oder einen Kompost anzulegen, als Mulchmaterial einzusetzen oder anderweitig zu verwerten. Auf den Anlagen können jeweils eine sehr beschränkte Anzahl von Fahrzeugen zeitgleich eingelassen werden, was aller Voraussicht nach zu Staus und längeren Wartezeiten vor den Toren führen wird. Auch bitten wir bereits jetzt vielmals um Verständnis, dass gegebenenfalls der ein oder andere Anlieferer aus Zeitgründen und je nach Besucheraufkommen ggf. nicht an die Reihe kommt. Erfahrungsgemäß wird besonders zu Beginn der Tagesöffnungszeiten mit einem großen Andrang und längeren Wartezeiten zu rechnen sein.
    Wir möchten bereits an dieser Stelle dringend auf das Erfordernis der Beachtung folgender Punkte hinweisen:
    – Anlieferer sollten bitte in ihrem Fahrzeug sitzend vor dem Wertstoffzentrum warten,
    bis sie an der Reihe sind und eingelassen werden können.
    – Anlieferungen sollten entsprechend der übergeordnet geltenden
    Ausgangsbeschränkung in Bayern alleine, also als Einzelperson erfolgen.
    – Der Mindestabstand von 3 m zu anderen Anlieferern und zum Werstoffhofpersonal
    ist zwingend einzuhalten.
    – Um die Kapazitäten nicht zu überlasten und einen möglichst
    reibungslosen bzw. zügigen Ablauf zu ermöglichen, gilt die
    Begrenzung auf Grüngut und höchstens 1 m³ je Anlieferung.
    -Die Anlieferung anderer Abfälle ist nicht gestattet und muss zurückgewiesen werden.

    Sollten wir Störungen durch Anlieferungen feststellen, sind wir zum Schutz der Bevölkerung und zum Schutz unserer Mitarbeiter zur wiederholten Schließung der Anlagen verpflichtet. Bitte tragen Sie Ihren Teil dazu bei, damit wir Ihnen neben unserem nach wie vor einwandfrei funktionierenden Holsystem wieder eine weitere Entsorgungsmöglichkeit anbieten können. Vielen herzlichen Dank!
    Jeder Haushalt im Landkreis Kelheim hat einmal im Jahr die Möglichkeit 3 m³ Sperrmüll gegen Anmeldung am Abholungstermin an der Straße bereitzustellen und abholen zu lassen. Dieser Service wird vorerst befristet bis zum 31.05.2020 um eine weitere Abholung gegen Gebühr in Höhe von pauschal 39,00 € erweitert. Ihren Sperrmüll können Sie unter www.landkreis-kelheim.de Rubrik – OnlineService bequem von Zuhause anmelden.
    Bei Fragen sind die Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises Kelheim unter 09441 / 207 – 1512 sehr gerne Zeit für Sie da.

    Der Landkreis hält zusammen.

    Seit einigen Tagen bzw. Wochen beherrscht der Virus Covid-19 das Leben in Deutschland. Das soziale Leben fährt herunter und viele stationäre Ladengeschäfte aus dem Einzelhandel mussten vorübergehend ihre Türen schließen. Aber was nun? Darf ich meine Ware verkaufen? Wie kann ich meine Ware zum Kunden bringen? Diese und weiter viele Fragen kamen auf. Eines ist für viele Ladenbesitzer egal ob groß oder klein sehr wichtig. Wie kommt meine Ware schnellstmöglich zum Kunden?
    Diese Frage ging auch einigen Kelheimer nicht mehr aus dem Kopf. Schnell entschieden, gründeten sie eine Facebook-Gruppe unter dem Namen und Motto „Kelheim hält zusammen“. Die Gruppe bietet einen zentralen Ort für Unternehmen, die Lieferangebote anbieten und Personen, die auf Lieferungen angewiesen sind. Begleitet von einer Website fanden sich bereits am ersten Tag schon über 500 Leute und über 10 Angebote in der Gruppe. Die Bürger rücken zusammen, obwohl der physische Abstand immer größer wird. Eine Woche später ist die Mitgliederzahl der Facebookgruppe auf über 1200 Leuten und 100 Beiträgen auf der Webseite angestiegen.
    Was steckt hinter der Software und der Webseite helfen.brk-kelheim.de?
    Durch den großen Zuspruch und der Unterstützung durch das BRK Kelheim arbeiten mittlerweile mehr als 40 freiwillige Helfer an einem einfachen System zur Unterstützung der lokalen Geschäfte. Auf der Website helfen.brk-kelheim.de können Bürger aus dem Landkreis z.B. unter dem Reiter „Anfragen“ bei örtlichen Lebensmittelgeschäften Bestellungen aufgeben. Die Händler bekommen über die Software die Bestellungen per Mail direkt übermittelt, treten aber bei Rückfragen mit dem Käufer selbst in Kontakt. Anschließend werden Lieferungen von einem registrierten Fahrer abgeholt. Durch eine effiziente Routenberechnung durch Google Maps können die Fahrer mehrere Bestellungen ideal verbinden und ausliefern. Abholen und Liefern, einfach und unkompliziert für jeden erreichbar. Die Webseite zeigt bereits seine ersten Erfolge. Die Mitglieder des ATSV Kelheim sind seit einigen Tagen unterwegs und liefern Lebensmittel von REWE Kelheim an die Bürger aus der Umgebung. Weitere Lebensmittelgeschäfte aus dem Landkreis werden gerade aufgenommen und werden bald über die Webseite verfügbar sein.
    Ungebundene freiwillige Helfer beim BRK. Wieso ist dies gerade jetzt so wichtig?
    In der Symbiose aus ungebundenen freiwilligen Helfern und dem BRK eine umfangreiche fachliche Expertise aus verschiedenen Bereichen gebündelt und ideal eingesetzt. Im Falle eines vollständigen Lockdowns bleibt das System durch die Erteilung der Bewegungsrechte erhalten. Zusätzlich hat das BRK weitere Möglichkeiten bei der Verteilung von Hilfsgütern, finanzieller Mittel etc. Durch das ausgebildete Personal des Roten Kreuzes ist eine lückenlose Aufrechterhaltung gesichert.
    Nun ist Handeln gefragt. Sowohl der Einzelhandel als auch der Kunde profitieren davon.
    Durch die Bewegung „Der Landkreis hält zusammen“ unterstützt die Initiative aktiv lokale Unternehmen im Bereich „Lagerlogistik & Disposition“. Die Gruppe besteht aus erfahrenen Logistikern, Managern mit Personalverantwortung aus dem Gesundheitswesen, Automotive oder Finance, IT-Spezialisten und Marketingexperten. Da viele von ihnen selbstständig und gerade wenig beschäftigt sind, bündeln sie ihr Know-How, um der Ausbreitung des Virus möglichst stark entgegen zu treten und denen zu helfen, die an das herkömmliche Ladengeschäft gebunden sind.
    Wie kann man die Initiative Kelheim hält zusammen unterstützen?
    Jeder kann helfen. Egal ob als Fahrer an der frischen Luft oder beim Telefondienst von zuhause aus. Viele sind gerade freigestellt oder haben beruflich wenig zu tun. Auch, wenn Sie selbst zur
    Risikogruppe gehören, können Sie pro aktiv unterstützen. Der Landkreis hält zusammen, Wir laden Sie ein, ein Teil davon zu sein.
    Kontakt:
    Martin Schneckenburger, Ungebundene Helfer Personalkoordination
    Mail: martin.schnecken@brk-kelheim.de

    Kommunalwahl

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am 15. März 2020 steht ein Großereignis bevor: die Kommunalwahl. Aktuell steht es nicht zur Debatte, die Kommunalwahl zu verschieben. Für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer gelten die gleichen Hinweise der Gesundheitsbehörden wie für andere Bürgerinnen und Bürger auch. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, die Hygieneregeln zu befolgen, das heißt konkret, aktuell auf das Händeschütteln zu verzichten und die Husten- und Niesetikette einzuhalten. Die Stadt Kelheim stattet die Wahllokale mit Desinfektionsmittel aus und stellt für jede Wählerin und jeden Wähler je einen Kugelschreiber zur Verfügung.