Aktuelles aus Kelheim und Umgebung

Die Stadt der 1000 Christbäume

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Kelheim’s weihnachtlich verzauberte Altstadt und der romantische Christkindlmarkt haben viel zu bieten: Karussell, Eisenbahn, Geschichtenerzähler, weihnachtliches Basteln für die Kleinen und einen geselligen Treffpunkt für die Großen.

Viele kulinarische Schmankerln von verschiedenen Waffeln und Donut’s über Raclette, Burger und Bratwürstl, allerlei Geschenkideen, darunter viel Selbstgemachtes, sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit bekannten Bands, Musik von bayerisch bis “fetzig” und natürlich die Auftritte von Kindergärten und Chören. Kinder tauchen mit dem Erzähler “Bertram” in die Welt der Märchen ein oder basteln Weihnachtliches für zu Hause.

Attraktive Geschäfte und Stände laden zum Schauen und Kaufen ein. Ein Bummel durch die “Stadt der 1000 Christbäume”, der Besuch des Christkindlmarktes und ein romantischer Altstadtspaziergang stimmen uns auf Weihnachten ein.
Datum: 13.12.19 – 22.12.19
Zeit: Mo bis Sa: 15:00 bis 20:00 Uhr
Sonntag: 13:00 bis 20:00 Uhr
Infotelefon: 09441/701234
Hinweis Auch für Kinder bis 12 Jahre geeignet

Die meisten Läden sind schon wieder vermietet!“

Einige Geschäftsleute haben in der Altstadt aufgegeben – doch Wolfgang Bauers Plan gibt Hoffnung

Dunkle Wolken scheinen seit Längerem über der Kelheimer Altstadt zu schweben. Online-Handel und Mangel an Parkplätzen machen vielen Geschäftsinhabern zu schaffen. Manche von ihnen, wie zuletzt nach 100 Jahren die Familie Mansdorfer, mussten schon aufgeben. Und Optiker Jäkel zieht aus Platzgründen in die Schäfflerstraße.

DER KELHEIMER hörte sich um: Wie ernst ist die Lage wirklich? Blicken Kelheimer und Touristen bald in noch mehr leere Schaufenster?

Wolfgang Bauer, Geschäftsinhaber von „Bauer & Sohn, Spielen-Schreiben-Lesen-Schenken“, sieht das gar nicht dramatisch. Er hat mit viel Aufwand einen genauen Plan über die vermieteten und freien Ladenflächen erstellt. Sein Resümee: „Es sind kaum noch Flächen frei. Die meisten der Läden, die geschlossen hatten, sind bereits wieder vermietet. Ein Beispiel ist der Wäscheladen.“

Bauer erläutert seinen Altstadtflächenplan: „Grün bedeutet belegt, Rosa frei.“ So stellte er heraus, dass etliche Leerstände wie ehemals Sportladen und Tagblatt saniert werden und die Mietverträge schon unterzeichnet sind. Beim einstigen Weissmüller am Eck ist nun ein An- und Verkauf für Gold.

Er ist sicher, dass die 140 Dienstleister in der Altstadt „Frequenz erzeugen“. Gerade wechselt er eine Kugelschreibermine aus. Es ist der besondere Service, der dem Kunden zugutekommt, denn das Beispiel mit dem Kugelschreiber zeigt, dass es zig verschiedene Minen gibt – und für den Laien ist es nicht einfach, die richtige zu finden.

Bei den Vorzügen der Kelheimer Innenstadt kommt Wolfgang Bauer ins Schwärmen: „Kelheim ist eine klassische Kleinstadt. Es ist alles fußläufig zu erreichen. Man kann sagen: Jetzt geh ich noch schnell zum Markl, zum Alten Markt oder am Samstag auf den Viktualienmarkt. Man ist in der Stadt nicht allein“. Da er selbst Vermieter von Wohnungen ist, fiel ihm auf, dass zunehmend junge Leute in Kelheim wohnen möchten. „Sie pendeln, weil es hier schöner zu wohnen ist als in Regensburg“, stellt der Geschäftsmann fest. Die Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt Kelheim steige.

Bis letztes Jahr war Bauer der zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft Kelheim und schob manche Aktivitäten mit an. Es gelang ihm, einen Steg über den Bach von der Schifffahrt Stadler zu organisieren, als die Brücke vor dem Donautor erneuert wurde. Wie so oft kam man im Laden ins Gespräch. Ebenso gehen Veranstaltungen wie „Eine Stadt wird zur Galerie“, verkaufsoffene Sonntage oder die „Italienische Nacht“ vor dem 24-Stunden-Rennen auf die Initiative der Werbegemeinschaft zurück. Seit Jahresbeginn ist die Werbegemeinschaft mit Zukunft Kelheim e. V. Stadtmarketing verschmolzen.

Die Entwicklung der Altstadt hat Wolfgang Bauer genau im Blick. In Kelheim werden bis zum Herbst um die 17.000 Menschen wohnen, weiß er. In Städten wie Regensburg seien die Wohnungen zu teuer. Begeistert würdigt Bauer die Vorzüge von Kelheim mit den Sehenswürdigkeiten wie Befreiungshalle und Weltkulturerbe Donaudurchbruch: „Auf kleinstem Raum, ein Berg, Wasser, Wald, grüne Wiesen, eine nette alte Stadt und man ist schnell in München oder Regensburg, wenn man das will. Das gibt woanders so nicht.“

Mit 23 Jahren ist Wolfgang Bauer in das Geschäft in der Donaustraße 20 in Kelheim eingetreten. Er leitet die Geschicke nun 40 Jahre. Die Oma hatte einen ganz kleinen Laden von einer alten Dame übernommen, die Seifen und Ähnliches verkaufte. Als der Vater 1949 aus Kriegsgefangenschaft heimkehrte, verkaufte er zunächst Kamintüren im ganzen Landkreis. Dann erweiterte Robert (Bob) Bauer mit Mutter und Gattin das Geschäft nach und nach mit Papier- und Schreibwaren. Als Sohn Wolfgang, der jetzige Besitzer, im Jahr 1979 in den Betrieb einstieg, begannen sie den Umbau des großen Gebäudes, wie man es heute kennt. „Ein mutiges Unterfangen damals“, erinnert sich Bauer.

Den Hausbesitzern in der Stadt empfiehlt der rührige Geschäftsmann das Förderprogramm für Altstadtsanierung, denn hier könne man nach der Maßnahme 12 Jahre Steuern sparen. Dabei müsse man Wohnraum schaffen oder energetisch sanieren. Das seien die zwei Voraussetzungen, dass man über Sonderabschreibung Steuern sparen kann. Information erhält man von der Altstadtmanagerin Sonja Wessel oder auf der Homepage der Stadt. Die Mietpreise belaufen sich auf fünf bis zehn Euro je Quadratmeter. Bauer fände es gut, Stellplätze zum Mieten für Anwohner und Mieter zu schaffen, damit diese nicht so weit zu ihrer Wohnung hätten. Er sieht noch einen weiteren Pluspunkt: „Der Viktualienmarkt bringt am Samstag die Menschen in die Stadt.“ Weiter erläutert er: „Es sind die Begegnungen, die Zufälle – nicht das Geplante, was das Leben ausmacht.“ Während des Interviews  wechselt Herr Bauer ein paar freundliche Worte mit einem Kunden, übergibt einem Mann ein Buch, das er bestellt hat und übernimmt die Paketpost. Seine Frau Regine steht lächelnd an der Kasse und plaudert kurz mit jeder Kundin. Es ist der persönliche Draht, den hier beide Seiten so sehr schätzen.

Quer über die Donaustraße, nur wenige Meter vor dem Donautor, befindet sich das Augenoptikgeschäft Jäkel. Augenoptikermeister Simon Jäkel ist in seinem bisherigen Geschäft in der Altstadt von Kelheim überaus erfolgreich. Aber: „Wir haben im Altbau hier leider sehr kleine Räumlichkeiten. Wir müssen extrem erweitern, denn wir brauchen Messräume.“ Spezialmessgeräte ermöglichen Augenauffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen, wie grauer oder grüner Star und Netzhautprobleme. Aus der hauseigenen Chronik erschließt sich, dass der studierte Master in Vision Science & Business 2017 einen Augen-Computertomographen in seinem Optikfachgeschäft verwendet, der Netzhautschichten dokumentiert und analysiert. Verständlich, dass die Adresse in der Donaustraße 25 von zahlreichen Kunden frequentiert wird. Augenoptikermeister Jäkel: „Die Kunden haben wir, weil wir fachlich sehr Gas gegeben haben und wir uns alle ganz stark anstrengen. Sonst würden wir nicht so gut dastehen. Deshalb wird es uns hier zu klein.“ Seit März 2016 veranstaltet Optik Jäkel jährlich die “KOM – Kelheimer Optik Messe” im Hotel Dormero, die größte Brillenmesse für Endverbraucher in Bayern. Aufgrund der Tatsache, dass im jetzigen Altstadtladen eine Raumerweiterung nicht möglich war, folgt der Umzug ins ehemalige Volksbankgebäude in der Schäfflerstraße. An der Altstadt gefallen dem Augenoptikermeister allerdings „die kurzen Wege und das das schöne Ambiente. Die alten Häuser haben ihren Charme, vorausgesetzt, sie sind hergerichtet.“ Für die Kunden hätte sich Jäkel in der Altstadt mehr Parkplätze gewünscht. Nach dem Umzug stehen Optik Jäkel für die Spezialmessgeräte und den Kundenraum mit Brillenpräsentation 200 qm Fläche zur Verfügung. Kundenparkplätze sind vor dem Geschäft.


In der Altmühlstraße befindet sich das Schuhgeschäft Mansdorfer. Seit Anfang Mai läuft der Räumungsverkauf des Traditionsgeschäftes wegen Geschäftsaufgabe. Bunte Luftballons zieren das Schuh-Sporthaus. Gelbe Plakate mit den Hinweisen auf Preisnachlässe bis zu 70 % kleben an den Schaufenstern und der Eingangstür. Im Laden sind einige Kunden, um die sich die Verkäuferinnen wie immer freundlich und kompetent bemühen.

Addi Pollmann und Dieter Mansdorfer haben sich nach 29 Jahren zur Geschäftsaufgabe entschieden, weil trotz kompetenter Beratung und bestem Service immer weniger verkauft wurde. Die Geschwister führen das Schuhgeschäft in dritter Generation.1914 hatte der Großvater als Schuhmachermeister Schuhe gefertigt und den Laden eröffnet. Vater Willi Mansdorfer, ebenfalls Schuhmachermeister, führte mit seiner Frau Mariele das Schuhgeschäft weiter und vergrößerte es. Den Kunden erwarteten hier Marken wie Geox, Tamaris, Mephisto, Garbo, Samsonite, Ara und viele mehr.

Auf zwei Stockwerken gibt es eine Riesenauswahl an Schuhen, Taschen, Koffern, Wander-, Ski- und Sportausrüstung mannigfaltiger Art, Gebrauchtmarkt, Ski-Verkauf & Verleih. Etwas traurig erwähnt Dieter Mansdorfer: „Im September wäre das Geschäft 105 Jahre geworden, aber es war zu wenig Frequenz in der Altmühlstraße.“ Enttäuscht ist Mansdorfer von der Kommunalpolitik, die nicht mehr geholfen habe, die Altmühlstraße der Donaustraße gleichzustellen. Seit dem Kanalbau und dem Abbruch der Zufahrt durch das Altmühltor habe sich die Situation der Geschäfte in der Altmühlstraße verschlechtert. Das sei schon sehr bald vorhersehbar gewesen und die Stadt hätte handeln müssen. Der Geschäftsführer moniert auch die Parksituation in der Altmühlstraße. Deshalb habe er mit seiner Schwester schon 2016 eine Parkplatzerweiterung hinter der Stadtmauer beantragt, die aber abgelehnt wurde.

Dieter Mansdorfer hat auch jetzt noch einige Vorschläge parat, um die Parksituation zu verbessern. Die Geschäftsinhaber und Angestellten sollten nicht direkt in der Innenstadt parken, oder man könne ein Parkhaus schaffen. Es wäre auch eine Brücke als neue Verbindung zum Altmühltor denkbar, die sich über den Kanal bis zur Nähe Tankstelle Eggenhofer ziehen könnte. Wie allen Geschäftsinhabern liegt ihm die Kelheimer Altstadt mit ihrem besonderen Charme am Herzen. „Ich habe viele Kunden aus München. Für die ist es überhaupt kein Problem, nicht direkt vor dem Geschäft zu parken. In Kelheim sind wir kurze Wege gewohnt.“

Der Räumungsverkauf läuft noch bis 3. August. Dann sind sechs Wochen Pause. Ab 16. September geht es mit dem Resteverkauf bis Ende März 2020 weiter. Zu folgenden geänderten Öffnungszeiten: Montag, Donnerstag und Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr.

Geschäftsinhaber Dieter Mansdorfer zeichnet mit seiner Frau Carmen gerade Kinderschuhe mit den reduzierten Preisschildern aus. Die rüstige Seniorchefin Mariele Mansdorfer sieht – nicht ganz ohne Wehmut – nach dem Rechten. Die Ladenfläche ist offiziell schon bei einem Regensburger Immobilienmakler ausgeschrieben. „Dabei könnte das obere Stockwerk günstiger vermietet werden.“

Gebraucht-Skiverkauf  wird weitergeführt

Zukünftig werden Addi Pollmann und Dieter Mansdorfer im hinteren Teil  des Gebäudes den Gebraucht-Skiverkauf mit Service, den Onlineverkauf, den Pokalshop sowie die Werkstatt mit Dehnungsapparaten für Schuhe weiterführen. Mansdorfer: „Für den Gebraucht-Skiverkauf und den dazugehörenden Service kommen viele Kunden von weit her extra zu uns.“

Bei Altstadtmanagerin Sonja Wessel laufen alle Fäden zusammen. Sie ist die Ansprechpartnerin für die Geschäftsleute. Anhand ihres Planes und jenem gut gezeichneten Altstadtflächenplan von Wolfgang Bauer zeigt Wessel die vergleichsweise wenigen freien Läden: (ehemals) Schmuck Schindlbeck, Palazzo Moden, Handarbeitsgeschäft, Wochinger (wird gerade renoviert, vermietet), Wäschegeschäft (vermietet). An der Ecke Weissmüller ist der Gold-Ankauf gerade eingezogen. Wessel freut sich: „ Es wird ein Fair-Trade-Geschäft nach Kelheim kommen. Die Fläche wird nächste Woche von der SIDEW-Gruppe (Solidarität in der Einen Welt) ausgewählt.“

Neuigkeiten bei vermieteten Flächen: Ehemaliges Sportgeschäft Wochinger, Fair-Trade-Geschäft, am Eck in der Donaustraße der Gold-An- und Verkauf. Die Altstadtmanagerin weist darauf hin, dass einige der Eigentümer sanieren und die Fassaden renovieren würden wie z.B. das ehemalige Rauchhaus der Stadt. Eine Verbesserung des Stadtbildes durch Straßensanierungen wurde durchgeführt in der Emil-Ott-Straße und der Brunngasse. „In der Brunngasse ist neuer behindertengerechter Wohnraum mit Tiefgarage geschaffen worden. Im Herbst werden die Leute einziehen“, teilt Sonja Wessel mit.

Die Mittel für Förderprogramme zur Städtebauförderung werden gemeinsam von der Stadt Kelheim und der Regierung von Niederbayern bereitgestellt. Das Fassadenprogramm eignet sich für Gebäude, die im Sanierungsgebiet der Altstadt sind. Hier wird an der Außenfassade, an den Fenstern oder/und am Dach etwas gemacht. Das Geschäftsflächenprogramm ist für Geschäftsflächen im Erdgeschoss, die man rechtzeitig umbaut um Leerstände abzuwenden. Antragsteller beim Fassadenprogramm sind nur die Eigentümer; Antragsteller beim Geschäftsflächenprogramm sind die Eigentümer oder die Mieter nur im Altstadtsanierungsbereich. „Da kann man bis zu 5000 € pro Projekt im Jahr bekommen. Die Regierung gibt das Geld nur für besonders förderwürdige Standorte aus. Es wurde beschlossen, die historische Substanz der Altstadt zu erhalten und den Einzelhandel zu unterstützen.“

Mehrere neue Geschäfte werden im Sommer eröffnet

Die Altstadtmanagerin freut sich auf die Eröffnung mehrerer neuer Geschäfte im Sommer – u.a. am Ludwigsplatz. Lobend erwähnt Wessel, dass die Vermieter den Interessenten preislich entgegenkamen. Auf die Parkplatzsituation angesprochen, räumt sie ein, dass es in den Geschäftsstraßen eng zugeht. Sie hebt aber die vielen Autoparkplätze hervor, auf denen man zwei Stunden kostenfrei parken kann – Niederdörfl, Aumühle, Schiffsanlegestelle, Volksfestplatz. Wessel stellt heraus: „Für die, die länger in der Altstadt sind, sind diese Parkplätze eigentlich attraktiv. Sie stellen ihr Fahrzeug ab, gehen die fünf Minuten in die Stadt und haben einen kleinen Spaziergang.“ Es gibt auch einige Behindertenparkplätze. Ein Parkhaus ist momentan nicht in Planung. Neu ist die Park-Handy-App moBiLET für den Wöhrdplatz, Fischerdörfl und Donauvorland. Über Handy kann man nachzahlen und so ein Knöllchen umgehen. Laut Altstadtmanagerin stehen in unmittelbarer Altstadtnähe 1000 kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, von denen nur wenige mit Parkscheibe genützt werden müssen. Soja Wessels Fazit: „Im Vergleich zu anderen Städten eine wirklich komfortable Situation. Wir schauen aber schon, dass wir alle Äste von der Altstadt mit einbinden, soweit es geht“, unterstreicht Wessel ihre Bemühungen und die der Abteilungen.

„Der Viktualienmarkt, der am Mittwoch und am Samstag stattfindet, ist übrigens ein tolles Angebot, das Leben in die Stadt bringt. Der Tag des Denkmals im September ist gerade in Planung.“  Darüber hinaus gebe es noch viele Veranstaltungen, die das Tourismusamt organisiert.

Zusammenfassend sagt Sonja Wessel: „In Relation zu den über 40 Geschäften, 15 gastronomischen Betrieben und zahlreichen Dienstleistungsbetrieben (Frisöre, Banken, usw.) und kulturellen Einrichtungen wie dem Archäologischen Museum oder dem Kino, sind die sieben Leerstände in der Altstadt natürlich nicht wünschenswert, aber mit dieser Anzahl können wir gut umgehen. Die Attraktivität des Gesamtstandortes ist mit ausschlaggebend – und hier steht Kelheim mit den zahlreichen Angeboten und der historischen Bausubstanz, die ja immer weiter aufgewertet wird, auf einem guten Fundament. Das zeigen auch die Anfragen, die bei den Eigentümern und uns gestellt werden und der Zuzug von neuen Geschäftsleuten in die Altstadt.“        Irmi Schmailzl

 

Schnelles Internet ab Ende 2020

Weitere knapp 1.500 Haushalte können ab 2020 Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde nutzen. Die Telekom wird dazu rund 53 Kilometer Glasfaser verlegen, 12 Multifunktionsgehäuse und 8 Netzverteiler aufstellen. Das neue Netz wird ab Ende 2020 so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Stadt Kelheim und die Telekom haben dazu jetzt einen Vertrag unterschrieben.

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Kabel verlegt und Netzverteiler aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom.

Mit der S-Bahn nach Regensburg

Landräte setzen sich für eine neue Verkehrs-Verbindung ein

Der Vorplatz des Bahnhofs um 1960 Fotos: Horst Heidenreich/ Fotosammlung Stadtarchiv Kelheim
Mit Blumen geschmückt: der Bahnhof Kelheim in den 50er Jahren

Ein Bahnhof in Kelheim. Wie schön wäre das! Denken doch manche Bürger der Stadt Kelheim noch an die einstige Verbindung nach Saal – heute ist in dem einstigen Bahnhofsgebäude die Polizei untergebracht.

Wie schön wäre das – und vor allem: Wie wichtig wäre das! Das dachten sich auch die Landrätinnen und Landräte der Landkreise Kelheim, Regensburg, Cham und Schwandorf, die nun die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr in einer gemeinsamen Erklärung baten, sich für eine zügige Umsetzung eines S-Bahn ähnlichen Stadt-/Umlandverkehrs von und nach Regensburg einzusetzen. Grund: Die Bevölkerung wächst, und die Verkehrsbelastung auf den Straßen nimmt zu.

Kelheims Landrat Neumeyer, der die Erklärung mit unterzeichnete, hofft auf baldige Realisierung der Pläne, um den Wirtschaftsstandort Region Kelheim noch attraktiver zu machen. Neumeyer spricht sich in der Erklärung ausdrücklich für den Wiederanschluss an die Bahn aus, dessen Vorplanung allerdings lange dauern wird. Ein S-Bahn ähnlicher Transfer wird geplant, der im Bereich Bahnhof Saal a. d. Donau teilweise schon umgesetzt wird.

 

Weiterlesen (u.a. Interview mit Landrat Martin Neumeyer)

Das Stadtarchiv Kelheim hat viele Dokumente zum ehemaligen Bahnhof in Kelheim und die Planungen der Donautalbahn zwischen Regensburg und Günzburg. 1875 ging der Kelheimer Bahnhof in Betrieb, der zunächst im Ortsteil Affecking lag. Die Endstation war außerhalb des Stadtzentrums in Hohenpfahl auf der Bahnstrecke zum alten Hafen. Stadtarchivar Dr. Wolf-Heinrich Kulke weiß, dass Kelheim schon in der Planungsphase der Donautalbahn zwischen 1869 und 1874 Schwierigkeiten hatte, für Kelheim einen Anschluss zu bekommen.

Dazu holt der Stadtarchivar das Buch des Heimatforschers Rudibert Ettelt, Band II. „Geschichte der Stadt Kelheim“. Demnach bestanden die Städte Abensberg und Kelheim gleichermaßen auf einen direkten Bahnanschluss. „Bis 1874 (Fertigstellung der Donautalbahn) war Kelheim noch verkehrsfern gelegen.“ (Ettelt) Unermüdlich war der bürgerliche Kaufmann Heinrich Widmann als Abgeordneter der zweiten Kammer bemüht, für Kelheim einen direkten Anschluss an das Bahnnetz zu erhalten. Nachdem der erste Anlauf zum Bahnanschluss missglückt war, erhielt Kelheim schließlich als Trostpflaster eine 5,5 km lange Stichbahn zwischen Kelheim und Saal. Ettelt schreibt: „Man muss wissen, dass es damals noch üblich war, Kraxenträger mit einer Ladung von Altmühlkrebsen zu Fuß nach München zu schicken.“

Lieferungen nach Regensburg, München oder Ingolstadt seien auf den meist schlechten Straßen langwierig und beschwerlich gewesen. „Der Bahnanschluss schuf hier, wenn auch nicht alle Erwartungen erfüllt worden waren, einen Wandel zum Besseren. Kelheim konnte Anschluss an die Ströme des Fremdenverkehrs gewinnen und durfte hoffen, in absehbarer Zeit auch Industriestandort zu werden.“ (Ettelt) Warum lag der Bahnhof nicht im Zentrum der Stadt? Stadtarchivar Dr. Kulke erklärt, dass es zur damaligen Zeit zweimal im Jahr Hochwasser gegeben habe: „Ein hochwassersicherer Bahnhof wäre in der Stadt kaum möglich gewesen.“

In einem Vortrag der Gruppe Geschichte der Weltenburger Akademie zum 150. Jubiläum der Befreiungshalle schilderte der ehemalige Stadtarchivar, Rektor a.D. Erich Hafner, dass es erst mit dem Anschluss Kelheims an die Eisenbahnlinie von Regensburg nach Ingolstadt mittels einer Stichbahn im Jahre 1875 zu einem Anstieg des Fremdenverkehrs kam. Im Jahre des 50-jährigen Bestehens der Befreiungshalle erreichte der Fremdenverkehr einen ersten Höhepunkt. Sogar Kaiser Wilhelm II. war zum Kaiserfest am 25. August 1913 nach Kelheim gekommen. Dafür wurde eigens eine Banketthalle gebaut.

Von der ursprünglichen Strecke ist nur der Güterverkehr zu den Anschlüssen der Firmen Fichtl Logistik, Chemie Kelheim, der Kelheim Fibres und der Kelheimer Hafenbahn geblieben. Bis 1988 fuhren noch Züge bis Kelheim. Stilllegung des Bahnstückes ab Fibres war 1998.  Irmi Schmailzl

 

Interview mit Landrat Martin Neumeyer (CSU):

 

Der Kelheimer: Wie und wann könnte Kelheim Ihrer Ansicht nach direkt an das Schienennetz nach Regensburg angeschlossen werden?

Martin Neumeyer: Derartige Überlegungen laufen ja gerade erst an. Eine belastbare Aussage über einen konkreten Ablauf darüber zu treffen ist zum momentanen Zeitpunkt unseriös.

K: Da die ehemalige Stichstrecke aus verschiedenen Gründen nicht mehr nutzbar ist, bieten sich andere Schienenführungen an, die näher an der Stadt Kelheim liegen könnten, z.B. am Kanal entlang, neben der Straße, die Saal und Kelheim verbindet und zum Areal Einkaufszentrum / Goldberg-Klinik führt.

N: Auch hier besteht die Herausforderung, zunächst die Grundstücke zu erwerben. Darüber hinaus ist ggf. auch neben der Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit selbstverständlich die Kostenfrage von elementarer Bedeutung. Letztlich gilt es auch, mit den vielen Interessenvertretern ein gemeinsames Ziel zu vereinbaren, aber dafür brauchen wir Zeit und Geduld.

K: Oder am Kanal entlang bis zum Niederdörfl. Das wäre sehr nahe an der Altstadt. Touristen könnten die Altstadt besuchen und nach einem Mittagessen in Kelheims Gasthäusern ins Schiff umsteigen, um ins Altmühltal zu fahren.

N: Als „kleine Alternative“ hierzu gibt es in Kelheim den Freizeit- und Radlbus. Hier können Interessierte von Regensburg bis Riedenburg oder über Weltenburg bis Abensberg und Mainburg fahren – mit Kelheim als zentralem Umsteigeplatz. Darüber hinaus haben wir die Abfahrtszeiten in Abensberg mit dem Fahrplan der agilis synchronisiert. Und das Schöne ist: Egal, ob Wanderer, Radfahrer, Kunstinteressiertem – jeder hat mit unserem Freizeitbus die Möglichkeit, für wenig Geld seine Freizeit ansprechend und genussvoll zu gestalten.

 

K: Gibt es schon Pläne zur möglichen Trassenführung?

N: Konkrete Pläne gibt es noch nicht.

K: Hat Ilse Aigner ihre Unterstützung bezüglich der neuen Mobilitätsbestrebungen schon zugesagt?

N: Frau Staatsministerin Aigner unterstützt den Landkreis Kelheim ausdrücklich in seinen Bestrebungen, die innovative Mobilität auch weiterhin zu forcieren und auszubauen.

K: Wie kann man die verbesserte Anbindung durch einen Bahnhof in Kelheim mit staatlichen Mitteln fördern?

N: Ein entsprechendes Förderprogramm besteht meines Wissens derzeit nicht. Demzufolge müsste seitens der Staatsregierung ein derartiges Förderprogramm zunächst entwickelt und aufgelegt werden. Auch das ist eine Sache, die naturgemäß nicht von heute auf morgen geht.

K: Wer unterstützt das Projekt?

N: Aktuell wurde von mehreren Kommunalvertretern der Region eine Absichtserklärung an die zuständigen Fachstellen der Staatsregierung gesandt. Ziel ist es, mit dieser die für die Umsetzung der Pläne notwendige Unterstützung zu erhalten.

Statement von Stefanie Brixner, Stadtverwaltung Kelheim

(Wirtschaftsförderung, Tourismus, Wirtschaft, Marketing, Kultur)

Das Thema Mobilität ist natürlich sehr im Interesse der Wirtschaftsförderung. Sich nur auf einen Bahnhof zu konzentrieren, ist allerdings nicht ganz ausreichend. Auch ein Schnellradwegenetz , Verbesserung der ÖPNV-Anbindung, Stadtbus (um nur ein paar Ideen zu nennen) spielen bei aktuellen Überlegungen eine Rolle – wir möchten an einem ganzheitlichen Mobilitätskonzept arbeiten. Dennoch geht es bei allen Lösungsideen nicht ohne eine enge An- und Einbindung und Koordination mit dem Landratsamt, zumal dieses auch wiederum Lösungskonzepte für den gesamten Landkreis anstrebt (Kombinierbarkeit) und eben auch um die Kooperation des bestehenden ÖPNV.

Es gibt viele Wünsche und Ideen, aber ebenso viele lose Enden. Diese müssen nun zusammengefasst werden und in einem städtischen sowie überstädtischem Konzept mit vielen Beteiligten erarbeitet werden. Wir alle sind sehr bemüht, deutliche Verbesserungen anzustreben.

Ich schwärme von einer Verbindung von Saal zum Wöhrdplatz. Das Fernziel ist es, die Stadt Kelheim besser an die bestehenden Mobilitätsnetze anzubinden. Die Geschwindigkeit dessen hängt nun auch vom Landkreis ab. Das Engagement vom Landkreis begrüßen wir sehr, aber wir können nichts entwickeln, was später wieder nicht mit dem Umland kompatibel ist.

Warten wir nun gespannt die Antwort aus München ab, danach gehe ich davon aus, dass sich die Gremien recht schnell finden werden, um die Ziele zu konkretisieren.

Kürbisse und Kartoffeln aus Kelheim

Familie Frischeisen führt den Carlbauer-Hof schon in der siebenten Generation

Im Affeckinger Hofladen packen alle mit an: Tina Schefthaler (vorn) mit ihrem Mann Daniel (re.) und ihren Eltern Bernd und Sabine Frischeisen Foto: BvS

Kelheim. Wenn Tina Schefthaler mal wieder Lust hat, ein neues herbstliches Rezept auszuprobieren, kann sie auf dem Hof der Eltern in Affecking aus dem Vollen schöpfen: 30 verschiedene Kürbissorten hat Vater Bernd Frischeisen, der Carlbauer, in den letzten Wochen geerntet. Und viele unterschiedliche Kartoffelsorten wie Sieglinde, Rote Emma, La Ratte oder die beliebte, lange vom Markt verschwundene Linda.
„Am liebsten mag ich unsere bunte Kartoffelpfanne mit Dip-Quark. Toll schmecken die verschiedenen Kartoffeln aber auch im Backofen mit Kürbisspalten“, sagt Tina Schefthaler – ihre Rezepte finden Sie unter diesem Artikel zum Download.
Die Marketing-Leiterin der Raiffeisenbank Kelheim steht am Wochenende mit „viel Spaß am Ratsch mit den Kunden“ auf dem Kelheimer Markt.
Und wie groß waren die Ernte-Einbußen durch die große Hitze?
„Wir hatten mit 30 Prozent noch Glück“, erklärt Bernd Frischeisen, der den Carlbauer-Hof in siebenter Generation betreibt: „Wir haben nämlich einen lehmhaltigen Boden, der hält das Wasser besser.“
Seit Mitte der 90er Jahre betreibt Sabine Frischeisen auch noch eine Pension mit 14 Zimmern, die bei Wochenend-Touristen sehr beliebt ist. Zu tun gibt’s immer mehr als genug. Nur noch einige Wochen, dann beginnt auf dem Hof schon wieder der Christbaumverkauf, und am Wochenende vor dem ersten Advent bringt der eigene Adventsmarkt die Kunden in Weihnachtsstimmung. BvS

Christina Schefthalers Kartoffel- und Kürbis-Rezepte:

Flammkuchen

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Bunte Kartoffeln mediterran

Bunte Kartoffeln mediterran

bunte Kartoffelpfanne

Kartoffelpfanne bunt

Kartoffelrosen

Kartoffelrosen IV

Viele Schmankerl auf dem Genuss-Radweg

Die neue Niederbayerntour verbindet Regensburg u.a. mit Passau

Lkr. Kelheim. Auf der Niederbayerntour kann man das südliche Niederbayern ganz gemütlich erradeln. Der Tourismusverband Ostbayern e.V. hat diesen neuen Fernradweg kürzlich eröffnet: Neu erkundet, neu ausgeschildert und mit einer neuen Radkarte ausgestattet. Unter dem Motto „himmlisch radfahren“ geht es in sieben Etappen genussvoll von Passau nach Regensburg oder umgekehrt. Aber nicht nur der Donau entlang, sondern südlich davon auf 244 Kilometern quer durch das Bayerische Golf- und Thermenland. Geeignet ist die steigungsarme Tour für Genussradler und sportliche Fahrer, für E-Biker und Familien mit Kindern, Naturfreunde, Kulturliebhaber und für Fans der regionalen Braukunst und Biergartenkultur.

Die Flussradwege an Vils, Isar, und Großer Laber wirken entspannend und beschaulich. Und gleichzeitig strotzt die Streckenführung nur so vor Superlativen. Die Niederbayerntour führt die Radfahrer zur größten Kirchenorgel der Welt nach Passau, zur schönsten Marienkirche Bayerns nach Aldersbach, zum UNESCO-Welterbe Regensburg und durch Europas größte Anbaugebiete für Hopfen in der Hallertau und Einlegegurken im Dingolfinger Land. Auf der Strecke laden Badeseen, Naturreservate, Klosterkirchen und Biergärten zu einer Pause ein. Ziel ist es, den Radfahrern die touristischen und kulturellen Leuchttürme Niederbayerns möglichst leicht zu erschließen. Die komfortablen Wege und die umsichtig erarbeitete Streckenführung erfüllen sämtliche Qualitäts-Kriterien für eine Auszeichnung durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. Doch das ist nicht alles: Begleitend zur Niederbayerntour wurde ein weitläufiges Netz an Erlebnisrunden ausgeschildert. So erschließen sich den Radfahrern auf 1000 Kilometern 13 Städte und fünf Flüsse.

zu den einzelnen Etappen:

Etappe 1: Passau – Vilshofen an der Donau

In der Barockstadt Passau beeindrucken vor allem der Dom St. Stephan mit der weltgrößten Kirchenorgel, die Veste Oberhaus und die Ortspitze. Hier fließen die blaue Donau, der grüne Inn und die schwarze Ilz zusammen. Auf dem Donauradweg nach Vilshofen passiert man bei Windorf die längste Flussinsel Deutschlands. In Vilshofen stimmt man sich in den „BierUnterwelten“ schon mal auf einen genüsslich bayerischen Abend mit einer Bierspezialität ein.

Etappe 2: Vilshofen – Eichendorf

Durch das artenreiche Vils-Engtal fährt man nach Aldersbach. Das dortige Kloster beschenkt seine Gäste mit einer wunderbaren Verbindung zwischen weltlicher Lebensfreude und geistlichem Barock. Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde von den Gebrüdern Asam ausgestaltet und gilt als schönste Marienkirche Bayerns. Der ehemalige Klosterkomplex beherbergt eine Brauerei und ein daran angeschlossenes Museum. Hier gibt es zudem ein Wirtshaus, in das man sich seine Brotzeit auch selbst mitbringen kann. Im Ferienland Dingolfing-Landau radelt man durch eines der größten Gurken-Anbaugebiete Europas, wo man im Sommer die Erntehelfer auf den sogenannten Gurkenfliegern beim Pflücken sehen kann.

 

Etappe 3: Eichendorf – Dingolfing

Auf dem Vilstalradweg und dem Bockerlbahnradweg geht es weiter. Abstecher bieten sich an zum Freizeitpark in Reisbach und zum Geotop Wachsender Felsen von Usterling. Die Strecke führt nach Dingolfing, berühmt für die spätgotische Stadtpfarrkirche, die Herzogsburg und das Automobilmuseum. Am Rande der Stadt Dingolfing liegt der größte deutsche Produktionsstandort eines renommierten bayerischen Autobauers.

 

Etappe 4: Dingolfing – Landshut

Entlang der Isar passiert man Loiching, ein besonders idyllisch anmutendes Dorf. Gut beschattet geht es weiter, teilweise parallel mit dem Landshuter Höhenwanderweg. In Wörth an der Isar gibt es ein Freizeitareal mit Wakeboard-Anlage und vielen Bade- und Wassersportmöglichkeiten. In der mittelalterlichen Stadt Landshut laden Stadtresidenz, Basilika Sankt Martin und Burg Trausnitz zur Besichtigung ein.

 

Etappe 5:  Landshut – Kloster Rohr in Niederbayern
Ab Landshut knickt die Route nach Nordwesten ab. Die Große Laber ist Refugium für Störche, Reiher und Wasservögel aller Art. Ein kleiner Stopp, um die Vögel zu beobachten, lohnt sich hier allemal. Im Markt Rohr können Radfahrer bei deftigen Speisen ihren Energiehaushalt wieder herstellen. Das Kloster Rohr, ein ehemaliges Augustiner Chorherrenstift, ist nur ein paar Schritte entfernt.

 

Etappe 6: Kloster Rohr – Kloster Weltenburg

Auf der vorletzten Etappe tourt man durch die Hallertau, Europas größtes Hopfenanbaugebiet. Im Bierkunstort Abensberg ist das architektonische Wahrzeichen des Ortes nicht zu übersehen: der Kuchlbauer Turm, gebaut nach den Plänen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Weiter geht es zum Kloster Weltenburg, eingebettet in die Felsen des Donaudurchbruchs. Die Kirche gilt als Krönung des späten Barock. Mehrfach ausgezeichnet und ein Hochgenuss ist auch das dortige Bier.

 

Etappe 7: Kloster Weltenburg – Regensburg

Den Abschnitt nach Kelheim legt man am besten auf einem Schiff zurück: Nur so erlebt man den Donaudurchbruch aus seiner beeindruckendsten Perspektive. In Kelheim kann man die Befreiungshalle auf dem Michelsberg besichtigen und die älteste Weißbierbrauerei Bayerns besuchen. Heilwasser für einen Ruhetag bietet die Kaiser-Therme in Bad Abbach oder die Limes-Therme in Bad Gögging. Entlang der Donau radelt man nach Regensburg, Regierungssitz der Oberpfalz. Der spätgotische Dom und die rund 1000 mittelalterlichen Bauwerke der Altstadt, die Steinerne Brücke und das nördlich davon gelegene Stadtamhof wurden wegen ihrer Einzigartigkeit zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Informationen und Prospekte:
Sehenswürdigkeiten entlang der Radwege, Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, die kostenlose Freizeitkarte des Bayerischen Golf- und Thermenlands, GPX-Tracks und vieles mehr gibt es auf: www.bayerisches-thermenland.de.

Tourismusverband Ostbayern e.V.
Im Gewerbepark D 04
93059 Regensburg
Tel. +49 (0)941 58539-0
Fax +49 (0)941 58539-39
info@ostbayern-tourismus.de
www.ostbayern-tourismus.de

Hintergrund:
Die Niederbayerntour ist Teil des LEADER Kooperationsprojekts Radrunden Bayerisches Thermenland unter der Trägerschaft des Tourismusverbands Ostbayern e.V.. Das Projekt widmet sich der Service- und Infrastrukturqualität in Niederbayern, der Oberpfalz und einem Teil Oberbayerns. Es wird durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.