„Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen“

Das Archäologische Museum sucht noch Exponate für die kommende Sonderausstellung.

Historische Werbeanzeige Kelheim

Historische Werbeanzeige für“ Sommerfrischler und Radfahrer“.

Foto: Petra Neumann-Eisele, Archäologisches Museum der Stadt Kelheim.

Das Archäologische Museum der Stadt Kelheim steckt mitten in den Vorbereitungen für die kommende Museumssaison, die am 1. April 2017 starten wird. Für die große Sonderausstellung „Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen...“ Geschichte des Tourismus in Kelheim hat die Ausstellungsmacherin Petra Neumann-Eisele inzwischen hunderte Seiten Archivmaterial, alte Plakate und Prospekte, Gästebücher und Werbeanzeigen unter die Lupe genommen.

Dabei kamen schon viele Überraschungen zum Vorschein. Nicht nur, dass der älteste Hinweis auf Tourismus bereits aus dem ausgehenden Mittelalter stammt, sondern auch, dass die Gastgeber vor dem ersten Weltkrieg die Sommerfrischler in der Anzeige noch „Hochachtungsvoll“ grüßten. Um noch weitere Kuriositäten und Exponate für die Ausstellung gewinnen zu können, ruft das Museum die Bevölkerung auf, sich selber auf die Spuren des Tourismus zu begeben: Wer kann für die Ausstellung noch etwas beitragen? Gesucht wird noch alles, was zur Geschichte des Tourismus in Kelheim passt – vom historischen Fotoapparat und Koffer über „Zimmer frei“-Schilder und Waschschüsseln oder alten Einrichtungsgegenständen aus Ferienzimmern bis hin zu Kelheimer Souvenirs. Eben alles was für die „Sommerfrischler und Radfahrer“ getan wurde, um „vorzügliche Betten zu billigsten Preisen (auch im Abonnement)“ anbieten zu können.

Wer für die Ausstellung Exponate zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, sich bei Frau Neumann-Eisele im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim zu melden: Mo.-Mi. unter Tel. 09441/10409 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Allen Leihgebern, die bereits Exponate zur Verfügung gestellt haben schon einmal ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

Werbeplakat Kelheim

Historisches Werbeplakat der Stadt.

Foto: J. Brunner, Kelheim.

93.000 Euro für Schulen und Kindergärten

Große Spendenübergabe der Raiffeisenbank Bad Abbach-Saal eG

Spendengala Raiffeisenbank BadAbbach

Vertreter von Schulen, Kindergärten, Kinderkrippen und Schülerhorten freuen sich über den vorweihnachtlichen Geldsegen.  
Foto: Simon

Strahlende Gesichter im Gasthaus Weißes Lamm in Kelheim: Der Einladung von Albert Lorenz und Christoph Schweiger (Vorstände Raiffeisenbank Bad Abbach-Saal eG) sind die Schulleiter und Erzieherinnen der Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen im Geschäftsgebiet der Bank gerne gefolgt: An 14 Schulen und 21 Kindergärten und Kinderkrippen übergaben die Geschäftsstellenleiter ihre alljährlichen üppigen Spenden. Ob Musikinstrumente, Spielgeräte für den Pausenhof oder neue Bälle für den Sportunterricht – das Geld wird auf vielfältige Weise verwendet werden.

„Zwar werden Schulen und Kindergärten von der Kommune und sozialen Kostenträgern finanziert, aber für viele Sachen ist eine Spende sehr gut zu gebrauchen“, sagte Albert Lorenz.

Auch an Vereine und soziale Einrichtungen wird jedes Jahr gedacht. „Bei vielen Vereinen wird das Geld zur Umsetzung verschiedener Projekte oft sofort benötigt“, erklärte der Bank-Chef Lorenz. Und so hat die Genossenschaftsbank bereits während des Jahres viele Vorhaben unterstützt. Sei es beispielsweise das neue Boot für die Wasserwacht Kelheim, das neue Vereinsheim für die Feuerwehr in Lengfeld oder die Dachsanierung der „Einsiedelei“ Frauenbründl. „Es vergeht fast keine Woche, an dem unsere Bank keine Spendenanfrage bekommt“, so Lorenz.

Die Raiffeisenbank Bad Abbach-Saal eG hat alleine in diesem Jahr über 93.000 Euro an Vereine und Institutionen in der Region bereitgestellt.

Diese enorm hohe Summe setzt sich aus verschiedenen „Töpfen“ zusammen. 36.000 Euro kommen aus bankeigenen Spenden- und Sponsoring-Maßnahmen. 57.000 Euro spendeten die Kunden der Raiffeisenbank im Rahmen des VR-Gewinnsparens. Denn jeder Kunde, der ein Gewinnsparlos besitzt, tritt 25 Cent pro Monat vom Loseinsatz für den „guten Zweck“ in der Heimat ab.

Vorstand Albert Lorenz betonte, dass man die Spendenüberreichung von Seiten der Bank gerne durchführt und es wichtig sei, das Engagement von Menschen vor Ort zu fördern. Allerdings sei das alles nur möglich, wenn die Kunden auch weiterhin der Bank am Ort treu bleiben. Dann kann es auch im nächsten Jahr wieder heißen: „Herzliche Einladung zur großen Spendenüberreichung für Menschen der Region von der Raiffeisenbank der Region.“

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Heute beginnt der Umzug des Landratsamtes

Umzug Landratsamt

Im Foyer warten Unmengen Kartons auf den Abtransport

Seit Tagen wurden Akten eingepackt, Schreibtisch-Schubladen geleert, Kaffeemaschinen und Büropflanzen verstaut – nun wird’s ernst für die 230 Mitarbeiter des alten Landratsamts. Ein ganzes Gebäude zieht um, wenn heute die Umzugswagen vorfahren.

Nach Jahrzehnten, in denen die Verwaltung des Landkreises im Wittelsbacher Schloss untergebracht war, geht’s heute ins neue, moderne Domizil am Donaupark 12. Ein mobiler Aufzug wurde am Dienstag noch installiert, weil der Personenaufzug das Gewicht der vielen Aktenordner nicht schaffte.

Sonja Endl von der Pressestelle: „Mit dem mobilen Aufzug können 80 Ordner auf einmal ins Erdgeschoss transportiert werden. Das erleichtert und beschleunigt alles sehr.“

Das Landratsamt am Schlossweg ist wegen des Umzugs am Donnerstag und Freitag ganztägig geschlossen.

Die Kfz-Zulassungsstelle bei der Dienststelle in Mainburg hat an beiden Tagen zu den gewohnten Dienstzeiten geöffnet, allerdings werden die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis gebeten, dass trotz zusätzlichem Personal dort mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Die Dienstgebäude in Kelheim in der Hemauer Straße 48 und 48 a sowie im Donaupark 13 (Tourismusverband, Sachgebiet für Asylunterbringung) sind vom Umzug nicht betroffen.

An der neuen Adresse öffnen die Büros am 5. Dezember. Dann ist die Kfz-Zulassungsstelle zusätzlich von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet.  

Umzug Aufzug

Der mobile Aufzug schafft 80 Aktenordner auf einmal

Umzug Landratsamt1

„Traumhaft, das ist ein bewegender Moment“

Landrat Neumeyer erkletterte die Befreiungshalle – und hatte viele Fragen

Befreiungshalle Kelheim November 2016 003

In schwindelnder Höhe: Landrat Neumeyer (r.) und Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann waren mehr als beeindruckt vom Resultat der Arbeiten

„Das ist schon unglaublich, hier oben zu sein!“ Martin Neumeyer hat mit Mitarbeitern des Staatlichen Bauamtes und Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann Stufe um Stufe, Etage um Etage des Baugerüstes erklommen. Nun steht die kleine Gruppe in schwindelnder Höhe direkt neben einer frisch gereinigten Kolossal-Statue. Eiskalt ist es, postkartenblau der wolkenlose Himmel über der Befreiungshalle.

Der neue Landrat möchte sich ein Bild vom Stand der Sanierung machen und lässt sich von den Experten die Details erklären. „Diese Figuren waren zum großen Teil richtig schwarz, bevor man sie jetzt mit Heißdampf vom Schmutz befreit hat“, erzählt Kathy Dörr, Abteilungsleiterin beim Bauamt. „Das erste Mal übrigens überhaupt, dass sie gesäubert wurden! Der nächste Schritt wird jetzt sein, sie mit einer Silikon-Harz-Mischung zu schlemmen, die auch Löcher und Risse verschließt.“

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Im Frühjahr hat Kelheim schnelles Internet

Spatenstich fürs schnelle Internet: Am Rennweg wurde das erste von insgesamt 29 Multifunktionsgehäusen errichtet, die mit modernster Technik ausgestattet sind. Dabei waren außer dem Bauleiter der Telekom und Bürgermeister Horst Hartmann auch verschiedene Vertreter anderer beteiligter Firmen.

Die Deutsche Telekom wird in Kelheim und den Ortsteilen rund 50 Kilometer Glasfaser verlegen. Das neue Netz wird künftig so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Deutsche Telekom investiert 1,4 Millionen Euro. Die Deckungslücke von 821.955 Euro wird zu 70 Prozent von der Förderung bezahlt (575.368 Euro), 30 Prozent fallen auf die Kommune. Geplant ist, dass das schnelle Internet im Frühjahr 2017 in Betrieb gehen kann.

Die Küchenspione und das Geheimnis des köstlichen Kartoffelsalats

Beim Fischerwirt lernten neun Kinder außerdem, wie man Fischpflanzerl macht

Küchenspione Manglkammer 1

Stefan Manglkammer beim Salzen, Jakob Dumann beim Rühren.

„Ganz wichtig beim Kartoffelsalat: Das Öl kommt erst zum Schluss!“ Stefan Manglkammer steht in der Küche des Fischerwirts (Hotel Café Rathaus) zwischen neun kleinen „Küchenspionen“, die genau zusehen, als der junge Koch eine große Kelle nimmt und das mit heißer Brühe vermischte Öl darüber gießt. Jakob Dumann darf anschließend den Salat verrühren. „Vorhin“, erzählt er, „haben wir Zwiebeln gedünstet und zu den Kartoffeln gegeben.“

Gleich daneben vermengen zwei Kinder den Teig für die Fischpflanzerl. „Die Donaufische haben wir vorher mit scharfen Messern filettiert und durch den Fleischwolf gedreht. Dazu kamen jetzt noch Bröseln, Petersilie und Dill.“

Beim Fischerwirt haben die zehn- bis zwölfjährigen Küchenspione auch gelernt, wie man Servietten faltet, und was es mit speziellem Fischbesteck auf sich hat. Außerdem stand „Warenkunde“ auf dem Programm bei Stefan Manglkammer: Beim 25-jährigen Sohn von Wirt Wolfram Manglkammer lernten die Kinder Schwarzmeergrundeln kennen. Die sind so groß wie Sardellen und gelten bei Fischern eigentlich als Plage – bei den Manglkammers werden sie jedoch als besondere Spezialität angeboten.

Begleitet wurden die Kinder von Beate Schneider und Kerstin Dorner. Die beiden organisieren das Programm der Küchenspione. „Das ist ein neuer Name: Bis vor einigen Monaten gehörten wir noch zu ,Europas Miniköchen‘ – aber die Anforderungen sind viel zu hoch und im Kreis Kelheim kaum umzusetzen“, erklärt Beate Schneider. „Auf unsere Art weitermachen wollten wir schon - aber als unabhängige Gruppe.“ Jährlich startet ein neuer Jahrgang des Köche-Nachwuchses, zehn Mal trifft man sich jeweils im Herbst und Winter, jedes Mal in einem anderen Lokal. „Demnächst sind wir beim Schweiger in Riedenburg. Dort lernen die Kinder, wie man Cocktails mixt – natürlich ohne Alkohol!“

Schließlich dürfen die Küchenspione beim Fischerwirt den Kartoffelsalat probieren. „Und“, fragt Stefan Manglkammer, „ist der bei eurer Mama auch so gut?“ Wie aus der Pistole geschossen kommt Jakobs Antwort: „Nein, aber der von der Oma!“

Küchenspione Manglkammer

Jeder darf am Ende den Kartoffelsalat mal probieren

adobe11 Rezepten und Tipps

Text und Fotos: BvS

Stadtwerke Kelheim spenden 2500 Euro für die Tafel

Stadtwerke spenden

Christian Kutschker (3.v.l.), Geschäftsführer Stadtwerke Kelheim, und Raimund Fries (5.v.l.), Leitungsteam Tafel Kelheim, umgeben vom Team der Ehrenamtlichen der Kelheimer Tafel.  
Foto: Caritas Kelheim

Seit genau zehn Jahren gibt es die Tafel Kelheim. Damals überreichten die Stadtwerke Kelheim der Kelheimer Tafel als Starthilfe 1000 Euro. So war die Freude groß, als Christian Kutschker, Geschäftsführer Stadtwerke Kelheim, zum wiederholten Male die Tafel mit einer Spende beschenkte. Christian Kutschker überreichte eine Weihnachtsspende von 2500 Euro anstelle von Präsenten für Geschäftspartner. Die Stadtwerke Kelheim möchten als regionaler Versorger vor Ort einen Beitrag für Menschen leisten, denen es nicht so gut geht. Das Geld wird somit bedürftigen Familien, Alleinerziehenden, Arbeitslosen, Rentnern und Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Raimund Fries, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Leitungsteam der Tafel und Vorsitzender des CSU-Ortsverein, nahm die Spende dankend entgegen und berichtete über den vielfältigen Betrieb in der Tafel, der nur durch Spenden getragen wird. Raimund Fries:: „Ebenso wichtig sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne sie gäbe es keinen Tafelbetrieb.“

Der Kelheimer

„DER KELHEIMER“ erscheint jeden Monat. Sie finden in unserer Zeitschrift Reportagen, Hintergrundberichte, Sport, Rätsel, viel Service (z.B. Veranstaltungen, Apotheken-Notdienste) und Tipps.

Für Bad Abbach und Umgebung machen wir auch den „BAD ABBACHER“ (www.bad-abbacher.de), den es übrigens schon seit über 40 Jahren gibt.